Videodokumentation der Ausstellung Gerhard Kettner: Beim Begehen des Grundes

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Dokumentation zur Ausstellung in der Galerie Pankow
vom 20. März 2019 bis 19. Mai 2019

7:25 Muniten / HD

Transkription des Vdieos

Anke Fröhlich-Schauseil: Was sein Werk auszeichnet, ist die 
Konzentration auf die Zeichnung. Also Malerei,

Collage, andere Techniken kommen überhaupt
nicht vor und die Konzentration auf das Bildnis.

Marlies Giebe: Ich sehe meinen Vater auch als Pädagogen;
das muss ich sagen hat. Er ja sein Leben lang an der Hochschule unterrichtet.

Und ich glaube genauso ernst, wie er seine Kunst genommen hat,
hat auch die Aufgabe des Lehrens gesehen.

Er hatte ja ein Atelier in der Hochschule
und war als auch wirklich immer an der Hochschule präsent,

Das war eigentlich sein zweites Zuhause.
Er hat dort gelebt und

war für seine Studenten auch da in den langen Jahrzehnten.

Manfred Zoller: Wenn der Name Kettner fiel, dann war das
eigentlich immer ein Zeichen für sehr gutes Zeichnen

und da wurden  dann auch noch konkretere Dinge gesagt.
Kettner persönlich habe ich erst 1973 kennengelernt

und das Zeichnen wurde dann so intensiv, dass ich doch 
überlegt habe, möchtest du nicht doch jetzt noch mal

Kunst richtig studieren, an eine Akademie gehen.
Und da hab ich mir einen Termin geben lassen,

bei Kettner, 1973, der damals schon
eine Professur hatte und Rektor war.

Kettner, der ein sehr sozial denkender Mensch war,
hatte einfach die Befürchtung, dass der junge Mann,

der sich bei ihm meldete, tatsächlich dieses anspruchsvolle
Medizinstudium, was ja auch Geld kostet,

abbrechen würde und sagte, Sie können jederzeit
wiederkommen, aber machen sie das Studium fertig.

Anke Fröhlich-Schauseil: Er hat sich dann eher abgearbeitet
an den immer wieder gleich Modellen; seiner Mutter,

seiner Frau Gitta Kettner, die ja selber Künstlerin war,
an den Kindern und hat im Durchgang durch’s immer  

Gleiche versucht aber so eine Intensität zu finden,
die das ist, was uns heute noch anspricht.

Sonst würden wir ja jetzt nicht gucken 
und dann doch auch eintauchen oder rangehen an die Bilder. 

Annette Tietz: Besonders schön finde ich sieht man das in dem Bild ‘Frau M. im Schaukelstuhl’. Das ist eine alte Frau mit ihrem Stolz und dem abwartenden Blick.

Da ist ja auch ganz viel an Emotion, an liebevoller Zuwendung da,
Respekt ihr gegenüber.

Anke Fröhlich-Schauseil: Ganz genau. Dann auch eine Ambivalenz. Sie sind nie so eindeutig im Ausdruck, sondern so vielschichtig wie er ein Gegenüber wahrnimmt,

zwischen Trauer und Resignation und Trotz und 
vielleicht einem ganz winzigen Lächeln.

Das nimmt er nicht nur war, sondern er findet auch 
ein Ausdruck dafür in der Zeichnung. Und das ist

glaube ich auch was, was die Betrachter heute noch anspricht,
dass man merkt trotz aller Knochigkeit und Scharfsichtigkeit,

die manchmal bis kurz vor die Karikatur geht,
liebt er sein Gegenüber.

Bernd Heisig: Das Leonhardi Museum hat eine besondere 
Zuneigung zur Zeichnung und Skulptur und  

da ist Kettler natürlich der wichtige Mann in
Dresden und da gibt es eine neue Generation

von Studenten, die zwar den Namen gehört hat,
aber gar keine Bilder gesehen hat und

wir fanden es also an der Zeit, das nochmal zu machen
und auch einen schönen Katalog zu machen. Das war  die Idee.

Annette Tietz: Siehst du, dass es
notwendig wäre, ihn neu zu bewerten?

Naja ich finde ich finde, man muss Künstler immer wieder mal vorholen
und vorzeigen, dann wird der Rang ja deutlich.

Wir haben kaum eine Ausstellung gehabt, die so viel 
besucht war wie die von Kettner. Es ist schlimm,

wenn die Sachen verschwinden und wir hatten hier eben das 
Glück, dass wir aus dem Vollen schöpfen konnten.

Heidi Vogel: Das habe ich als das große Geschenk empfunden.
Er war jemand, der hielt aus, dass andere anders sind.

In dem man Kunst studiert, weiß man ja, dass man eine  Behauptung aufstellt.

Kann ich der also genügen und dann
das ganze politische Umfeld, das ist ja klar, das floss natürlich ein.

Anke Fröhlich-Schauseil: Und es wurde aber auch schon 
zu Lebzeiten so verstanden, dass er sich auf

das Naheliegende, das Nächstliegende, nämlich die 
Freunde und Verwandten, sein häusliches Umfeld

konzentriert hat, weil anderes, beispielsweise 
Historienmalerei, natürlich kontaminiert war.

Durch die Formalismusdebatte in der DDR 
zum Beispiel. Und alles was Pathos oder

Ansprache oder Anklage oder Überredung
oder Kommentar sein könnte in der Kunst,

das wollte er weg lassen, sondern sich an dieses 
Gegebene erhalten. Eigentlich eine sehr redliche

Auffassung, wenn man ansonsten den Umständen 
auch ein bisschen ausgeliefert ist oder eben den als Druck empfunden hat. […]

Manfred Zoller: Kettner hat kein Wert gelegt auf einen bestimmten Stil.

Womöglich noch das in seiner Art gezeichnet werden sollte, sondern er wollte

einfach die jungen Leute anregen und offen halten, 
dass sie etwas Eigenes finden, ihren eigenen Weg gehen

und später vielleicht auch eine eigene Form finden.

Marlies Giebe: Ja es ist schon also berührend auf jeden Fall.
Für mich war die Ausstellung eine große Entdeckung.

Ich war erstaunt zu sehen, mit welcher Souveränität
diese Blätter eigentlich Bestand haben.

Bernd Heisig: Schade hat im Zusammenhang mit Kettner irgendwann mal gesagt,
der Zeichner muss viel mutiger sein als der Maler, weil jeder Strich sitzt.

Der Maler kann überarbeiten, kann übermalen.
Der Zeichner muss entschiedener sein,

tapferer sozusagen und irgendwie 
reizt mich das, also mit relativ wenig,

scheinbar wenig Sachen, doch so einen Reichtum zu 
erzeugen. Auch so eine Farbigkeit sogar zu erzeugen,

auch wenn man eigentlich nur schwarz-weiß ist.

Marlies Giebe: Ich freue mich eigentlich, dass auch die nächste Generation

mit viel Aufmerksamkeit diese Blätter
zum Teil zum ersten Mal sieht und die, die sie

wieder sehen eigentlich auch berührt sind.
Das haben mir etliche Bekannte oder Künstlerkollegen gesagt,

dass es für sie ein Erlebnis war, die wieder zu sehen.
Die Erwartung habe ich, dass dort wieder Leute Lust kriegen,

zu zeichnen und die Zeichnungen als Medium weiter wertschätzen.

Demonstration “fair share!” Sichtbarkeit für Künstlerinnen am Weltfrauentag

Liebe Künstler*innen, Kunstfrauen, Kunstaffine, Feminist*innen und Unterstützer*innen!

Zur Demonstration fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen am Weltfrauentag, Sonntag 8. März 2020, 14 – 16 Uhr vor der Alten Nationalgalerie (Museumsinsel, Bodestr. 1–3) laden wir herzlich ein! Schließt euch an und bringt Freund*innen mit! Wir müssen viele sein, um sichtbar zu werden! Die Demonstration besetzt den Raum vor der Alten Nationalgalerie. Dort finden performative Aktionen statt, Rednerinnen geben kurze Impulsbeiträge.

fair-share-Logo

Kommen Frauen nur ins Museum, wenn sie nackt sind?

Mit dieser provokanten Frage machten in den 1980er Jahren die Guerilla Girls darauf aufmerksam, dass der Anteil der Kunst von Frauen in den Museen weltweit nicht einmal 5% war. Olle Kamellen? Leider nein. Die Präsenz von Künstlerinnen im deutschen Kunst- und Ausstellungsbetrieb hat sich zwar seitdem verbessert, aber zufriedenstellend ist sie noch lange nicht. Das muss sich ändern!

Anlässlich des letzten Tages der Sonderausstellung Kampf um Sichtbarkeit – Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919 in der Alten Nationalgalerie in Berlin wird über performative Aktionen und kurze Impulsbeiträge auf die bis heute andauernde Schieflage im Kunstbetrieb  aufmerksam gemacht. In der Sammlung der Alten Nationalgalerie befinden sich z.B. Werke von 43 Künstlerinnen, die in der Sonderausstellung erstmals gezeigt werden. Im Schaubestand des Hauses waren bislang jedoch nur 5 Werke von Künstlerinnen sichtbar – also nicht einmal 1%! Auch im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart ist die Künstlerinnenquote in der Schausammlung mit derzeit 16,7% Künstlerinnenanteil beschämend gering.

Die Staatlichen Museen zu Berlin sind kein Einzelfall: In den meisten Schausammlungen, sowie Überblicks- und Einzelpräsentationen durch alle Jahrhunderte sind Künstlerinnen stark unterrepräsentiert. Gender Pay Gap und Gender Show Gap beweisen mit statistisch belegten Resultaten eine deutliche Ignoranz gegenüber Oeuvre, Einfluss und Biografien von Künstlerinnen.

Weibliche Positionen blieben bisher relativ unerforscht, weil Frauen erst vor 100 Jahren an den Kunstakademien in Deutschland zugelassen und seitdem als ernstzunehmende Konkurrenz in der Männerdomäne des Kunstbetriebs wahrgenommen worden sind. Trotz Gleichstellungsbemühungen sind die Zugangsbarrieren und Vorurteile bis heute virulent und Künstlerinnen werden aufgrund diskriminierender Strukturen im deutschen Förderbetrieb benachteiligt.

Selbst dort, wo Frauen in gehobenen Positionen des Kunstbetriebs agieren, bleibt es in der Regel bei den gewohnten patriarchalischen Strukturen und einem Festhalten am tradierten Kanon. Kunst von Frauen zu zeigen und zu fördern, sollte jede*r Akteur*in im mit Steuergeldern finanzierten Kunstbetrieb eine demokratische Verantwortung sein und als Chance gesehen werden, endlich die unzeitgemäße Dominanz von männlichen Künstlern aufzulösen.

Forderungen der Künstlerinnenverbände und Unterstützer*innen

  •  Anerkennung der Leistungen von Künstlerinnen aller Jahrhunderte bis heute
  • Gendergerechte Gestaltung von zukünftigen Ankaufs- und Ausstellungstätigkeiten (Beispiele: Tate Gallery London und Baltimore Museum of Art; USA)
  • Steigerung der Werkpräsenz weiblicher Autorenschaft in Schausammlungen und
    Ausstellungen. Im zeitgenössischen Bereich mindestens 50%
  • Förderung von Forschungsprojekten und Publikationen zu Künstlerinnen
  • Aufarbeitung und Neuschreibung kunsthistorischer Publikationen der Vergangenheit
  • Einführung von deutlich mehr und gezielten Förderungen und Preisen für Künstlerinnen aller Altersstufen
  • Abschaffung von Altersbeschränkungen bei Ausschreibungen
  • Förderprogramme für Künstler*innen mit Erziehungs- und Care-Aufgaben,
    z.B. Präsenz-Vor-Ort-Stipendien nach dem Vorbild des Frauenkulturbüros NRW.
    Zuschüsse bei mitreisender Person und Kind bei Reisestipendien
  • Entwicklung von Förderprogrammen zur gezielten Unterstützung des Wiedereinstiegs nach
    familienbedingter Auszeit
  • Bedingung zur Erlangung der Grundrente: Absenkung des Mindesteinkommens einer
    Künstlerin auf 10 % des bundesdeutschen Durchschnittseinkommens (anstelle von 30%)
    Ansprechpartnerinnen

– Kathrin Schrader (kunst + kind berlin): 0178 3427694, eklat [dot] berlin [at] posteo [dot] de
www.kunstundkind.berlin
– Rachel Kohn (Frauenmuseum Berlin): 0163 7930404, info [at] frauenmuseumberlin [dot] de
www.frauenmuseumberlin.de
– Dr. Carola Muysers (GEDOK Berlin): 030 31568803, m [at] beesandbutterflies [dot] de
https://www.gedokberlin.de
– Susanne Schirdewahn (VdBK 1867): 0160 6751756, sususchi [at] web [dot] de
http://www.vdbk1867.de
– Gabi Blum (K&K München): 0170 5849792, gabi [at] gabiblum [dot] de, www.kundk.xyz
– Sandra Y. Müller (Pressearbeit): 0160 94727358, sandraymueller [at] aol [dot] de

fair share Partner

Adonis “Vom Wort zum Bild”

Adonis “Vom Wort zum Bild”

kunstwerk des Künstlers Adonis

Adonis “o.T.”, 2005, 70x50cm, mixed media

Ausstellung vom 22. Januar 2020 bis 22. März 2020
Verlängert bis 07. Juni 2020
Eröffnung am 21. Januar 2020 um 19 Uhr

Es sprechen:
Annette Tietz, Galerieleiterin
Volker Braun, Schriftsteller, Berlin
Hubertus von Amelunxen, Kunsthistoriker, Berlin

Der Künstler ist anwesend.

Lesung am 27. Februar 2020 um 19 Uhr
Maria Hartmann liest aus Texten von Adonis


Mit der Ausstellung “Adonis – Vom Wort zum Bild” wird erstmals in Berlin das bildkünstlerische Werk des renommierten arabischsprachigen Lyrikers und Schriftstellers Adonis (Ali Ahmad Said Esber) gezeigt.

Adonis’ Texte, in denen er lyrische Traditionen seiner Heimat mit einer ‚Poetik der Moderne’ verknüpft und fortschreibt, wurden vielfach übersetzt und ausgezeichnet. Neben seinem lyrischen und essayistischen Schaffen vollzog Adonis den Schritt ‚vom Wort zum Bild’, wobei er dabei den literarischen Text nicht aufgibt, sondern dessen inhaltliche und formale Dimensionen vervielfacht. In diesen handschriftlichen Blättern verarbeitet er neben eigenen auch Texte klassischer arabischer Dichter, die sich durch eine radikale Offenheit und eine kritische Haltung der Religion gegenüber auszeichnen. Durch die Verbildlichung und Versinnbildlichung der Schriftsprache knüpft Adonis an die traditionelle bildende Kunst der arabischen Kultur, die Kalligrafie, an und legt in der Geste der künstlerisch geschriebenen Zeichen zugleich deren dynamischen und bildhaften Charakter offen. Semantische (wenn auch sie den Betrachter*innen, die nicht des Arabischen mächtig sind, als Geheimnisvolles verborgen bleiben) und ikonische Aspekte nähren und bereichern sich gegenseitig. Jedoch geht Adonis noch einen Schritt weiter, in dem er das Text-Bild durch zeichnerische, farbige Elemente ergänzt oder es in Assemblagen und Collagen integriert, womit er gleichsam eine Hommage an künstlerische Ausdrucksformen der europäischen Moderne – wie etwa der Kubismus eines George Braque oder Pablo Picasso oder die visuellen Arbeiten der Dadaisten – formuliert.

Mit etwa 50 Werken aus verschiedenen Schaffensphasen gibt die Ausstellung einen umfangreichen Einblick in das bildnerische Œuvre von Adonis und würdigt damit einen Künstler, der mit einer Epochen, Disziplinen und Kulturen verbindenden Poetik ein Bekenntnis zur kulturellen, künstlerischen und gesellschaftlichen Vielfalt und Entfaltung formuliert. Deutlich wird dies auch an Kooperationsprojekten mit anderen Künstlern wie beispielsweise Kamal Boullata (*1942 in Jerusalem; †2019 in Berlin) oder an den langen Papierbahnen mit den präislamischen Gedichten Muallaqat (Die Hängenden Gedichte) aus dem 6. Jahrhundert.

Ali Ahmad Said Esber (Künstlername Adonis) wurde 1930 in Kassabin, Syrien geboren. Von 1950 bis 1954 studierte er an der philosophischen Fakultät der Universität Damaskus und zog 1956 in den Libanon, wo er 1957 zusammen mit Yusuf al-Khal und anderen Schriftstellern die avantgardistische Literaturzeitschrift Schi’r („Poesie“) herausgab. 1960 nahm er die libanesische Staatsbürgerschaft an und gründete 1963 die eigene Zeitschrift Afak (Horizonte). 1973 promovierte er an der Université Saint-Joseph in Beirut. In den folgenden Jahren lehrte er trotz des beginnenden Libanesischen Bürgerkriegs sowohl an der Université Saint-Joseph als auch an der staatlichen Université Libanaise in Beirut. 1980 war er Gastprofessor an der Universität Censier Paris III. 1984 hielt Adonis vier Vorlesungen am Collège de France zur „Einführung in die arabische Poetik“. Seit 1985 lebt er dauerhaft in Paris. Von 1990 bis 1995 hatte er eine Gastdozentur an der Universität Genf inne. 1991 erhielt er den Preis für Poesie Jean Malrieu Étranger und 1994 den Prix de la Méditerranée und den Nazam Hikmet-Preis. Von 1996 bis 1997 war er Gastdozent an der Princeton University. In den akademischen Jahren 1998/1999 und 2001/2002 war Adonis Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin – in dieser Zeit arbeitete er an dem Gedichtzyklus Al Kitab (das Buch).

Die Ausstellung wurde von Annette Tietz und Dorothea Schöne kuratiert.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Logo der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate


Geförderte Atelierangebote – Update vom 9. Januar 2020 fünf Ateliers und eine Atelierwohnung

Quelle: Kulturwerk des bbk berlin GmbH

Die Besichtigungen sind schon am 15. und 16. Januar.

Die nächste Ausschreibung erscheint voraussichtlich am 10. März 2020

Für nähere Informationen (u.a. Grundrisse, Daten, Termine) bitte nachstehende Links nutzen!

Dorotheastr. 20 in 10318 Berlin (Karlshorst) – ein Atelier
Deadline: 28.01.2020
Eine ehemalige Ladenfläche bestehend aus zwei Räumen, kleinem Lagerraum, Flur und Toilette kann als Arbeitraum für Bildende Künstler*innen…

Schönstedtstraße 13  in 12043 Berlin (Neukölln) – ein Atelier
Deadline: 28.01.2020
Das Atelierhaus liegt zentral zwischen Karl-Marx-Straße und Sonnenallee, U Rathaus Neukölln. Vom Erdgeschoss bis zum 4.OG befinden sich…

Pankstr. 12 in 13127 Berlin (Französisch Buchholz) – ein Atelier
Deadline: 28.01.2020
In dem Atelierhaus “Alte Lederfabrik” befinden sich insgesamt 24 Ateliers. Das Gewerbegrundstück liegt an der Grenze zwischen Pankow und…

Heynstr. 5, Atelierhaus in 13187 Berlin-Pankow – ein Atelier
Deadline: 28.01.2020
In einem idyllischen zweistöckigen Gartenhaus befinden sich insgesamt acht Ateliers. Ein Atelier kann erneut vergeben werden: Nr. 215, EG,…

Eldenaer Straße 25 in Berlin-Friedrichshain, Atelierwohnung
Deadline: 28.01.2020
Nahe dem S+U-Bhf. Frankfurter Alle oder S-Bhf. Storkower Str. kann eine Atelierwohnung erneut vergeben werden. Die Einheit ist barrierefrei erstellt…

Sigmaringer Str. 1 in 10713 Berlin (Wilmersdorf) – ein Atelier
Deadline: 28.01.2020
In dem ehemaligen “Haus der Gesundheit” befinden sich im 3. und 4. OG insg. 26 geförderte Ateliers. Im 3. OG kann ein Atelier erneut…

 

aktuelle Atelierausschreibung (PDF)

Interview mit Manfred Paul zur Ausstellung in der Galerie Pankow

Manfred Paul hat am 13.12.2019 dem Sender Hauptstadt.TV ein Interview gegeben. Hier ist der Link zur Mediathek zum anschauen:

https://www.hauptstadt.tv/mediathek/33177/Mandfred_Paul.html

TV Interview mit Manfred Paul

Manfred Paul im Interview bei Hauptstadt.TV

Die Ausstellung

Manfred Paul: Mauer | Fotografie

läuft noch bis zum 12. Januar 2020

Schließzeiten 2019/20

Galerie Pankow (Außenansicht) 2018

Unsere Galerie bleibt vom 24. bis 26. und am 31.12.2019 bzw. 01.01.2020 geschlossen. Wir wünschen allen schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ab dem 02.01. sind wir dann wieder für Sie da und freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihr Galerie Pankow Team

Manfred Paul: Mauer | Fotografie

Manfred Paul: Mauer | Fotografie

Foto der Berliner Mauer des Fotografen Manfred Paul

Manfred Paul “19.04.1990, 9.30, Heinrich-Heine-Straße”

Ausstellung vom 6.11.2019 bis 12.1.2020

30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zeigt der Berliner Fotograf Manfred Paul (geb. 1942) erstmals einen umfänglichen Werkkomplex zu diesem Thema.

Zwischen November 1989 und Dezember 1990 ist der Künstler, der unweit der ehemaligen Grenze in Ost-Berlin gelebt hat mit Plattenkamera und Polaroidkamera entlang der Mauer unterwegs gewesen um dieses steinerne Zeugnis als Relikt der politischen Teilung aber auch als bestimmendes Element der eigenen Lebenswirklichkeit zu fotografieren. Obwohl Manfred Paul der deutschen Teilung und der Errichtung der Mauer immer kritisch gegenüber gestanden hat erzeugte der Fall der Mauer nicht nur Hoffnung sondern auch Unsicherheit und Zweifel. Die fotografische Bestandsaufnahme – die den Abbau und Verfall der Mauer zeigt – war für ihn Mittel der Selbstvergewisserung in dieser Situation.

Entstanden sind Fotografien – analog und schwarz/weiß – die die Mauer und das angrenzende Gelände als Wundmal der Geschichte aber auch als offenen Denkraum zeigen.

Die Zusammenstellung und Veröffentlichung der Arbeiten in der Galerie Pankow sind das Ergebnis einer aktuellen Reflexion des Künstlers über die Mauer mit dem damals entstandenen fotografischen Material. Zur Ausstellung erscheint das Buch „Mauer“ bei Spector Books, 128 Seiten, Hardcover Herausgegeben von Annette Tietz.

Manfred Paul, geboren 1942 in Schraplau bei Halle, absolvierte ein Studium der Fotografie an der HGB in Leipzig sowie ein Kamerastudium an der HFF in Potsdam-Babelsberg. Von 1974 bis 1994 war Manfred Paul Dozent für Fotografie an der FWG Berlin, von 1995 bis 2007 Professor für Fotografie und audio­visuelle Medien an der FHTW Berlin. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1968 in Berlin.

Seine Werke befinden sich u.a. in den Sammlungen der Berlinische Galerie, des Brandenburgischen Landesmuseums für Moderne Kunst Cottbus, des Kupferstich-Kabinetts Dresden, des Museum Ludwig Köln, des Musée de l’ Elysée Lausanne, des MOMA New York, der Bibliothèque Nationale de France Paris sowie weiteren privaten und öffentlichen Sammlungen.

21. November 2019 um 19:00 Uhr
Einer ist geblieben. Einer ist gegangen
Gespräch mit Andreas Rost und Matthias Leupold
Veranstaltung im Rahmen des Projektes Aufbruch 1989 Erinnern 2019

5. Dezember 2019 um 19:00 Uhr
Ulrich Domröse im Gespräch mit Manfred Paul

Strawalde | Blätter aus der Zeit

Strawalde | Blätter aus der Zeit

Kunstwerk von Strawalde Bologna

Strawalde: Bologna, aus der Serie: The School of Fontainebleau, 2018, Tusche auf Buchseite, 16,5 x 21,8 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Ausstellung vom 11. September bis 27. Oktober 2019

Begrüßung: Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Einführung: Matthias Flügge, Kunstwissenschaftler, Berlin

Jürgen Böttcher Strawalde gehört als Filmemacher und Maler zu den herausragenden und originellsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Kunstgeschichte nach 1945.

Obwohl bereits in hohem Alter, ist er noch immer künstlerisch enorm produktiv.

Während in den vergangenen Jahren in umfangreichen Retrospektiven u.a. in Altenburg und Dresden sein künstlerisches Œuvre aufgearbeitet und gewürdigt wurde, widmet sich die Ausstellung in der Galerie Pankow ausschließlich den Arbeiten auf Papier.

Beginnend mit frühen Portraits, Stadtlandschaften oder Stillleben aus den 1950er-Jahren bis hin zu einer jüngst entstandenen Serie umfasst die Ausstellung Bleistift- und Tuschezeichnungen, Collagen und Übermalungen aus einem Zeitraum von nunmehr fast 70 Jahren. Es sind Arbeiten, die neben der Malerei als eigenständiger Werkkomplex entstanden sind, ohne jedoch die Bindung zur Malerei aufzugeben. Während die Malerei in ihrer sinnlichen Präsenz gültige Aussagen formuliert, bietet die Arbeit mit dem Medium Papier einen direkteren Zugriff: Sie ist gleichermaßen sinnlich wie reflektierend und ermöglicht es Strawalde, in immer neuen Variationen sein gedankliches und künstlerisches Vokabular zu prüfen. Diese Werke geben so einen Einblick in einen künstlerischen Kosmos, der sich in besonderer Weise aus seiner eigenen Biografie speist und der ohne diese Bindung nicht zu verstehen ist.

Strawalde (Jürgen Böttcher, 1931 in Frankenberg geboren, lebt in Berlin-Karlshorst) studierte von 1949 bis 1953 Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Anschließend war er als freischaffender Künstler bis 1955 in Dresden tätig und unterrichtete an der Volkshochschule unter anderem A. R. Penck, Peter Makolies, Peter Graf und Peter Herrmann. Von 1955 bis 1960 studierte er Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam und arbeitete bis 1991 im DEFA-Dokumentarfilmstudio in Berlin. Für sein umfangreiches film- wie bildkünstlerisches Œuvre ist er international bekannt und geehrt worden.

Zur Ausstellung erscheint in Kooperation mit dem Leonhardi-Museum Dresden ein Künstlerbuch.

Die Ausstellung wurde von Matthias Flügge kuratiert.

17. Oktober um 19 Uhr
Künstlergespräch: Matthias Flügge im Gespräch mit Strawalde

KGB-Kunstwoche 2019

Herzliche Einladung zu den Highlights der KGB-KUNSTWOCHE 2019
30. August – 8. September 2019

Flyer KGB Kunstwoche 2019

Die KGB-Kunstwoche ist nach sechs Jahren fester und beliebter Bestandteil des Kunstprogramms im Berliner Herbst geworden. Die Kommunalen Galerien sind vielfältige Kreativorte; mit feinem Gespür für gesellschaftliche Themen und professioneller kuratorischer Arbeit spielen sie eine bedeutende Rolle für die Sichtbarmachung und Förderung von Künstler*innen in der Hauptstadt.

Weitere Informationen: http://kgberlin.net/kgb-kunstwoche-2019

KGB-Themenabend
„Kultur in nervösen Zeiten“ – Ein Themenabend mit DEN VIELEN
Mittwoch, 4. September 2019, 19 Uhr

Veranstaltungsort: alte feuerwache – studiobühne und projektraum
Marchlewskistr. 6, 10243 Berlin, U5 Weberwiese

„Kultur in nervösen Zeiten” ist eine Veranstaltungsreihe des Arbeitskreises der Kommunalen Galerien Berlin. Die Freiheit der Kunst, aber auch ihre Rolle in der Offenlegung gesellschaftlicher Konflikte, bilden die zentralen Aspekte bei der Frage, wie sich Kunst und Kultur gegen Entdemokratisierung und Rassismus behaupten können.

In der diesjährigen Ausgabe steht der Verein DIE VIELEN im Fokus. Gemeinsam haben Künstler*innen, viele Aktive der Kulturszene sowie Theater, Kulturhäuser und Kunsträume im vergangenen Jahr viel in Bewegung gesetzt: DIE VIELEN sind zum zivilgesellschaftlichen Ausdruck für ein gesellschaftspolitisches Engagement für die Kunstfreiheit und für eine vielfältige, offene Gesellschaft geworden, die sich gegen die autoritäre Rechte positioniert. Mit der ERKLÄRUNG DER VIELEN wurde ein regionales und bundesweites Netzwerk geschaffen. Vor der Europawahl gingen am 19. Mai 2019 gut 30.000 Menschen für die Kulturfreiheit in Europa in 18 Städten auf die Straße.

Eine Podiumsdiskussion mit Moritz Frei, Christiane Mennicke-Schwarz, Mathies Rau, Gerhild Steinbuch und Stephan Trüby.
Moderiert von Stéphane Bauer, Nadia Pilchowski und Raul Walch.

KGB-Sounds – Die Nacht der Künstler*innenbands
Samstag, 7. September 2019, 20.30 Uhr

Veranstaltungsort: Ballhaus Berlin
Chausseestr. 102, 10115 Berlin, U6 Naturkundemuseum

Ein bisschen Kunst. Ein bisschen Kult. Ein bisschen Trash. Laut und viel in Bewegung: Das mittlerweile legendäre Konzert KGB-Sounds feiert den Abschluss der KGB-Kunstwoche 2019 und präsentiert vier spannende Künstler*innenbands live auf der Bühne des Ballhaus Berlin. Für tanzbare Zwischeneinlagen sorgt Marlene Stark.
Der Eintritt ist frei.

Bands: The SchnickSchnack, Kinky Muppet, Schrottplatz der Gefühle, Der Plan
DJ: Marlene Stark

Kunstwettbewerb zur Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals

Kunstwettbewerb zur Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals | Prenzlauer Berg, Berlin

Ernst-Thälmann-Denkmal, Oktober 2018, Foto; Galerie Pankow

Das Ernst-Thälmann-Denkmal an der Greifswalder Straße im Prenzlauer Berg wurde 1986 im Auftrag der DDR-Regierung errichtet. Es ist das zentrale Monument, das das Wohngebiet Ernst-Thälmann-Park dominiert und strukturiert. Seit 2014 steht das gesamt Ensemble unter Denkmalschutz.

In einem vom Bezirk Pankow ausgelobten Wettbewerb werden Künstler*innen eingeladen, Vorschläge zur Kommentierung des Ernst-Thälmann-Denkmals zu entwickeln.

Alle Informationen zum Ablauf und zur Teilnahme entnehmen erhalten Sie unter folgendem Link:

kiör.de/etd