Dieter Goltzsche: „Farben und Tusche“ – Malerei und Zeichnungen

Dieter Goltzsche: „Farben und Tusche“ – Malerei und Zeichnungen


Hochbeinig, 2007, Tusche, Farbstift, 39,0 x 29,7 cm

Ausstellung vom 05.09. – 07.10.2012
Eröffnung am 04.09.2012 um 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Katrin Arrieta.
Es erscheint ein Katalog.

Dieter Goltzsche hat sich in seiner nun über 50-jährigen künstlerischen Tätigkeit ausschließlich dem Medium Papier zugewandt und ein beeindruckendes Œvre geschaffen, das – zumeist im kleinen Format – die Möglichkeiten sowohl der Farbe als auch der Linie in der Fläche auslotet. Dabei hat er sich den diesbezüglich zur Verfügung stehenden grafischen Techniken ebenso zugewandt wie die Möglichkeiten malerischer Textur, von Pastell oder Aquarell ausprobiert. In seiner Bildfindung orientiert sich Dieter Goltzsche an Seherlebnissen, die er im Stil spontaner Eingebungen notiert – immer im Bemühen um die Findung und Erfindung letztlich gültiger Form. Als Bildträger dienen ihm dazu die unterschiedlichsten Materialien – neben Papieren auch Bildvorlagen oder auch grobkörnige Offsetplatten, die dem schnellen Farbauftrag eine ungewohnte Sprödigkeit entgegen setzen und zu einer Konzentration auf Wesentliches im Ausdruck zwingen. Dieter Goltzsche zählt zu den singulären Künstlerpersönlichkeiten dieser Stadt, die sich Kunstströmungen und stilistischen Festlegungen verweigert haben und so in ihrer Authentizität und Originalität zu einer für jüngere Künstler wichtigen Autorität geworden sind.


Circus, 2000, Aquarell, Tusche, Collage, 90 x 70 cm

Dieter Goltzsche wurde 1934 in Dresden geboren, studierte von 1952-57 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei den Professoren Hans Theo Richter und Max Schwimmer und lebt seit 1960 freischaffend in Berlin.

Er ist seit 1990 Mitglied der Akademie der Künste Berlin und war seit 1980 Dozent für Malerei und Grafik sowie von 1992 – 2000 Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er erhielt den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste (1978), den Hannah-Höch-Preis des Landes Berlin (1998), den Hans-Theo-Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste (2010).

Seit 1964 fanden zahlreiche Personalausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland statt. Es erschienen mehrere Werkverzeichnisse seiner grafischen Arbeiten sowie etliche Monografien über den Künstler Dieter Goltzsche. Er illustrierte eine Vielzahl von Büchern sowie originalgrafische Künstlerbücher gemeinsam mit namhaften Autoren. Seine Werke befinden sich in vielen Museen und Sammlungen sowie in Privatbesitz.


Seestück, 2009, Edding, Blei- und Farbstift
(doppellagig), 25,0 x 18,5 cm

Karin Sakrowski: „Zeitvermessung“ – Kopfbilder & Malerei

Karin Sakrowski: „Zeitvermessung“ – Kopfbilder & Malerei


Nahe Ferne, 72×96,5, Öl/Leinwand, 2011

Ausstellung vom 18. Juli bis 19. August 2012
Eröffnung am 17. Juli 2012 um 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Ulrich Kavka.

Die Berliner Künstlerin Karin Sakrowski präsentiert anlässlich ihres 70. Geburtstages unter dem Titel „Zeitvermessung“ aktuelle Arbeiten.

Karin Sakrowski bezeichnet sich selbst als “Berliner Malerin“ und verweist mit dieser Formulierung auf ihre Herkunft und künstlerische Prägung, die sich sowohl in der Motivwahl als auch in der Farbgebung niederschlägt, als auch auf ihr ausgeprägtes, selbst gewähltes künstlerisches Einzelgängertum. Die Zugehörigkeit zu Künstlerkreisen, -gruppen oder -schulen waren nie ihr Ziel. Vielmehr hat sie ihre künstlerische Tätigkeit immer als Weg zu sich selbst, als adäquate Form, Innerstes zum Ausdruck zu bringen, angesehen.

Vor dem Hintergrund einer schweren Erkrankung bekam die thematische Konzentration auf „Kopfbilder“ in ihrem jüngsten Werk eine neue inhaltliche Bedeutung, als Ahnung des Zukünftigen, als Auseinandersetzung mit der Form als auch mit der Metapher des Kopfes als Sitz des Verstandes, des Fühlens, des Denkens und als Vergewisserung über das menschliche Wesen und seine Eigenart. Ihre Kompositionen baut Karin Sakrowski motivisch verknappt, und betonte flächenhaft aus wenigen assoziativen Dingen zu metaphysischen Bildkonstruktionen, deren Farbigkeit durch eine erdige Grundkomposition, ergänzt durch leuchtendes Blau, Rot oder Gelb, gekennzeichnet ist.


Ganz aus Ton, 130×110, Öl/Leinwand, 2010/11  


Großer Kopf, Variante (November Kopf)
195×140, Öl /Leinwand, 2001

Karin Sakrowski ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Sie machte eine Ausbildung als Physiklaborantin und arbeitete in diesem Beruf, widmete sich der künstlerischen Tätigkeit im Abendstudium. Sie studierte von 1971-76 an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee.

Ab 1976 ist sie freiberuflich tätig, mit vielen Ausstellungen im In- und Ausland. Seit 1990 gehören zu ihrem künstlerischen Spektrum auch Interventionen im öffentlichen Raum, Installationen und ein eigener Blog im Internet. Ihre Arbeiten befinden sich in Sammlungen, Museen und in Privatbesitz.


Große Hausfigur (Im Zwischenraum),
130×100, Öl/Leinwand, 2004/5

Clemens Gröszer: „Grand Café H5.N1“ – Malerei

Clemens Gröszer: „Grand Café H5.N1“ – Malerei


Queen of the Night – 1999-2004 – Mischtechnik, Leinwand – 220 x 80cm – VG Bild-Kunst Bonn

Ausstellung vom 06. Juni bis 08. Juli 2012
Eröffnung am 05. Juni 2012 um 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Zur Eröffnung spricht Matthias Flügge.
Es erscheint ein Katalog.

Während der Ausstellung ist das Buch Clemens Gröszer „Antlitz“, Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, 2012 erhältlich.

 

Der Berliner Künstler Clemens Gröszer präsentiert unter dem Titel „Grand Café H5.N1“ jüngst entstandene Malereien.

Die Werke des Künstlers vermitteln eine außerordentliche sensible, detailgenaue und kritische Wahrnehmung seiner Umgebung; oftmals verschlüsselt in symbolhaften Metaphern, bieten sie einen engen Bezug zur Gegenwart. Mit künstlerischer Meisterschaft malt er seine Figuren, inszeniert er die Zustände der Welt im reizvollen Scheinmilieu der nächtlichen Großstadt. Im Atelier des Künstlers entstehen Porträts, Aktfiguren und immer wieder großformatige Mehrtafelbilder. Letztere bieten eine Bühne für all seine Gestalten, schrill, in tollen Maskeraden und mit kaltem Fleisch.

Gröszer malt seine Aktbilder vor dem Modell, ganz in der Faszination des Körperlichen. Immer wieder tauchen die gleichen Frauen auf. Weder idealisiert noch karikiert er deren Körperlichkeit, malt aber auch keine persönlichen Aktporträts. Es sind Erscheinungsbilder individueller Eitelkeiten, Bilder der Vanitas, des Vergehens eher als solche des erotischen Gebanntseins. Grünewald, Bosch, Altdorfer…, Dix und all die anderen, die in seinen Bildern herumgeistern, sind für ihn Zeitgenossen und somit keine Figuren der Ehrfurcht sondern solche des lebendigen Dialogs.“ Matthias Flügge


Le Grand Preparateur – 2007-2012 – Mischtechnik, Leinwand – 140 x 150 cm – VG Bild-Kunst Bonn

Clemens Gröszer ist in Berlin geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet in Köpenick.

Er studierte an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee bei den Professoren Kurt Robbel und Werner Stötzer. Nach dem Studium befasste er sich intensiv mit der Zeichnung und der Lasurmalerei, er wurde Meisterschüler bei Wieland Förster. Er beschäftigte sich mit Klang- und Kinetikobjekte, 8-mm Film. 1981 gründete er mit Rolf Biebl und Harald Schulze die Künstlergruppe „NEON REAL“. Nach der Wende reiste er intensiv durch Europa. Eine rege und intensive Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland mit umfangreichen Publikationen folgte. Seine Arbeiten befinden sich bereits in bedeutenden Sammlungen und Museen in Berlin und Deutschlands, sowie in Privatsammlungen in Belgien, Deutschland, Italien, Schweiz und in den USA.

Sabine Herrmann: „hommage“ – Malerei

Sabine Herrmann: „hommage“ – Malerei

Sabine Herrmann - hommage
hommage · 2012 · Bleistift, Kreide, Pastell auf Papier · 84 x 119 cm

Ausstellung vom 25.4. – 26.5.2012
Dienstag, dem 24.04.2012 um 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Zur Eröffnung spricht: Hanna Marie Ebert
Es erscheint ein Katalog.

Die Berliner Künstlerin Sabine Herrmann präsentiert unter dem Titel „hommage“ jüngst entstandene großformatige Malereien und Zeichnungen.

Nach ihren Studium und teils längerfristigen Auslandsaufenthalten hat sie sich früh von alten Malerei-Konventionen befreit und zu einer eigenen Arbeitsweise gefunden. Sie lässt die Farbe in freien Formen auf großformatige Papiere fließen. In vielen Schichten trägt sie die in Wasser und Acryl gelösten Pigmente auf, verwischt sie wieder, beginnt mit dem Prozess neu, arbeitet mit Strukturen. In lasierendem Farbauftrag legt sie die abstrakten Farbformen übereinander und lässt so Raumtiefen entstehen, vom Dunklen zum Lichten, vom Farbigen zum Monochromen. In freien Formfindungen entstehen so Farbräume, in denen der Klang innerer Wesenhaftigkeit nachhallt.

Sabine Herrmann - patio
patio · 2009 · Pigmente, Acryl auf Bütten · 152 x 214 cm

Sabine Herrman ist in Berlin aufgewachsen, lebt und arbeitet in Pankow. Sie studierte an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee bei den Professoren Heinrich Tessmer und Dieter Goltzsche. Nach dem Studium folgten Arbeitsaufenthalte in Irland, Frankreich, Japan und in den USA. Es folgten zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Arbeiten von Sabine Herrman befinden sich in öffentlichen Sammlungen in Berlin, Dresden, Rheinsberg, Hannover und in etlichen Privatsammlungen.

 

Dorothee Rocke – Zeichnungen

Dorothee Rocke – Zeichnungen

Ausstellung vom 14. März bis 14. April 2012
Eröffnung
am 13.3.2012 um 19.00 Uhr
Es spricht: Dr. Andreas Schalhorn
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Dorothee Rockes Zeichnungen sind Studien über das Wahrnehmbare. Sie entstehen als freie Assoziation in Form von Linien, Strichen und flächigen Wischungen, die sich aus der Beschäftigung mit den grundlegenden Instrumentarien und Möglichkeiten des Mediums Zeichnung heraus ergeben.  Das Verstehen dieser Zeichnungen  resultiert denn auch weniger aus der beschreibenden Benennung des Stoffes als aus dem Empfinden des geistigen Raumes, der sich durch den Gegenstand hindurch aufschließt. Im Mittelpunkt steht hier die Systematisierung einer Bildidee und  ihre konsequente Ausformung als sprachliche Äußerungsform auf einer abstrakten – eben zeichenhaften Ebene.

In der Ausstellung in der Galerie Pankow zeigt Dorothee Rocke neue Arbeiten.

Dorothee Rocke (geb. 1949) studierte Sprachen in Köln, und Bildende Künste in Mainz. Sie hatte zahlreiche Arbeitsaufenthalte, Stipendien und war Gastprofessorin an Fachhochschule Hamburg (1997) und zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.

Dorothee Rocke lebt und arbeitet in Frankfurt/Main.

Joachim John: „Der Zeichner“

Joachim John: „Der Zeichner“

Joachim John - ohne Titel - (TV-Ergüsse)

ohne Titel (TV-Ergüsse), zu Shakespeare, Sonett 66, Winter 2008/2009, Feder, Tusche

Ausstellung vom 01. Fubruar bis 03. März 2012
Eröffnung am 31. Januar 2012 um 19 Uhr

Es sprechen:
Dr. Torsten Kühne Bezirksstadtrat für Verbraucherschutz, Kultur, Umwelt und Bürgerservice
Dr. Rosa von der Schulenburg Leiterin der Kunstsammlung der Akademie der Künste
Ulrich Kavka Kunstwissenschaftler Berlin und Schwerin

Lesung: Joachim John ließt Eigenes
am Donnerstag, dem 16.2.2012 um 20 Uhr

Anhand von markanten Arbeiten aus dem Bestand der Kunstsammlung der Akademie der Künste gibt die Ausstellung „Joachim John. Der Zeichner“ einen Einblick in seinen Kosmos. Neben Johns Sicht auf Menschen und Landschaften spiegeln die ausgewählten Blätter seine intensive Beschäftigung mit Literatur, Theater, Geschichte und grundsätzlichen Gesellschaftsfragen.

Joachim John - Ohne Titel - zu Shakespeare

Ohne Titel, zu Shakespeare, Sonett 66, Winter 2008/2009, Feder, Tusche

Joachim Johns Zeichnungen und Grafiken, etwa zu Shakespeare und Machiavelli, zur Französischen Revolution und zur deutschen Einheit sind sowohl sinnlich-opulent als auch pointiert-kritisch. Sie erfreuen das Auge des Betrachters und fordern ihn zur dialektischen Anstrengung heraus. Sie sind widerständig gegenüber merkantiler Zeitgeistigkeit, und – gerade weil souverän unzeitgemäß – erscheinen sie zeitlos aktuell.

Joachim John, geboren am 20. Januar 1933 in Tetschen, heute Decín in Böhmen, stellte 1961 erstmalig, auf Einladung Fritz Cremers, während der Ausstellung „Junge Künstler – Malerei“ an der ADK aus. 1963 wurde John als Meisterschüler an der Akademie angenommen, dann Ordentliches Mitglied sowie von 1991 bis 1993 Sekretär der Sektion Bildende Kunst in der Ostakademie. Seit 1977 lebt er in der selbst gewählten ländlichen Abgeschiedenheit Nordwest-Mecklenburgs.

Joachim John - Spiegelung

Spiegelung (Vorderseite), 2012, Ölkreide, Gouache, Tusche

Eine Ausstellung der Akademie der Künste, Berlin und der Galerie Pankow

ADK Logo

Finissage: Albert Wigand – „le rêve – Der Traum“

Albert Wigand – “le rêve – Der Traum”
Zeichnungen, Collagen, Bilder

Finissage am 21.1.2012 um 17 Uhr
mit Lesung aus Briefen, mit Musik und Lyrik

o.T. [kaufe Möbel...]
Abbildung: WVZ A-1955/2, o.T. [kaufe Möbel Teppiche Wäsche Kleidung usw.], Öl auf Pappe, o.J. [um 1955]

Einführung: Dr. Ursula Wigand-Grüß
Lesung: Bettina Schubert & Johann Fohl
Musikalisches Rahmenprogramm: Sur-Quartett (Streichquartett)

Zum Abschluss unserer viel beachteten Albert Wigand Ausstellung laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich zur Finissage von „le rêve – Der Traum“ ein.
Wir danken ferner noch einmal allen Leihgebern für ihre Unterstützung. Ohne Sie wäre diese großartige Ausstellung nicht möglich gewesen wäre.

o.T. [Ausstellung Töpfereien und Handwebereien]
Abbildung: WVZ A-1957/1, o.T. [Ausstellung Töpfereien und Handwebereien], Papier bedruckt und farbig, Kreide blau, Tintenkuli, Öl, auf Pappe, 1957

Galerie Pankow Öffentlichkeitsarbeit
Bezirksamt Pankow, Amt für Fortbildung und Kultur, Fachbereich Kunst und Kultur
Galerie Pankow Breite Straße 8, 13187 Berlin, Tel.: 47 53 79 25, Fax: 48 62 17 09
http://kunstundkultur-pankow.berlin.de, galerie-pankow [at] gmx [dot] de
Öffnungszeiten: Di – Sa 14 – 20 Uhr und nach Vereinbarung.
Eintritt frei! Verkehrsverbindung: U- und S-Bahn Pankow,
Bus 107, 155, 255, 227, Tram M1, 50

Albert Wigand: „le rêve – Der Traum“

Albert Wigand – “le rêve – Der Traum”

Zeichnungen, Collagen, Bilder
Z-Art
Abbildung: WVZ 1791, o.T. [z art], Pappe, Papier, 1966

Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Zur Eröffnung sprechen: Matthias Flügge und Dr. Ursula Grüß
Es erscheint das Werkverzeichnis von Albert Wigand
(Hrsg.: Ursula Wigand-Grüß, Gylfe Matt, Albrecht Grüß)

Finissage am 21.1.2012 um 17 Uhr mit Lesung aus Briefen, mit Musik und Lyrik

Ausstellung vom 23.11. bis 21.1.2012
Eröffnung: Dienstag, den 22.11.2011 um 19 Uhr

Wir danken allen Leihgebern für ihre Unterstützung
o.T. [kaufe Möbel...]
Abbildung: WVZ A-1955/2, o.T. [kaufe Möbel Teppiche Wäsche Kleidung usw.], Öl auf Pappe, o.J. [um 1955]

Mit Albert Wigand zeigt die Galerie Pankow erneut einen Künstler, der von Fachleuten, Künstlern und Freunden hoch geschätzt wird und ähnlich wie Carlfriedrich Claus eine wichtige singuläre Position innerhalb der deutschen Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts eingenommen hat.

Albert Wigand wurde 1890 im Hessischen Ziegenhain geboren und starb 1978 in Leipzig. Er lebte die längste Zeit seines Lebens, von 1925 bis 1971, in Dresden. Hier entstand der größte Teil seines Œuvres, mit dem er allerdings erst spät, 1946, an die Öffentlichkeit getreten ist. Und obwohl Fachleute seinen Rang erkannten, er gefördert und ausgestellt wurde, Künstlerfreundschaften entstanden sind, wurde er weder überregional angemessen gewürdigt noch „berühmt“. Das lag am Schicksal seiner Generation, die nicht umsonst die „verschollene“ genannt wird, es lag aber auch an seinem Wesen und dem seiner Kunst. Wigands Bilder sind zunächst unscheinbar. Sie drängen sich nicht auf und wirken mit stiller Präsenz in die Zeit.

o.T. [Ausstellung Töpfereien und Handwebereien]
Abbildung: WVZ A-1957/1, o.T. [Ausstellung Töpfereien und Handwebereien], Papier bedruckt und farbig, Kreide blau, Tintenkuli, Öl, auf Pappe, 1957

Wigand war ein Meister des Leisen und Intimen. Straßenbild, Hausfassade, Stillleben, Interieur waren seine bevorzugten Themen. Neben Zeichnungen und der Malerei beschäftigte sich Wigand mit dem Prinzip der Collage. Ähnlich wie Hermann Glöckner dessen Werk er spät kennen lernte und schätzte, ging Wigand vom Gegenständlichen aus und wie bei diesem mündete der Prozess der Formfindung in der bildnerischen Abstraktion. Insbesondere hiermit wurde Albert Wigand zu einem der einflussreichsten Wegbereiter des Mediums Collage in der Kunst der DDR.

ca. 1930, Reka Dresden
Abbildung: Albert Wigand, ca. 1930, Reka Dresden

In der Ausstellung werden sowohl Zeichnungen als auch Bilder und Collagen aus allen Phasen seines Werkes präsentiert.

Erika Stürmer-Alex: „Absichten und Zufälle“ – Skulptur, Zeichnung, Malerei

Erika Stürmer-Alex: „Absichten und Zufälle“ – Skulptur, Zeichnung, Malerei

Bildnis eines jungen Mannes, Assemblage, 2011
Abbildung: „Bildnis eines jungen Mannes“, Assemblage, 2011

Ausstellung vom 12. Oktober bis 12. November 2011
Eröffnung am 11. Oktober 2011 um 19 Uhr
Zur Eröffnung spricht Susanne Greinke
Es erscheint ein Katalog.

Die stetige künstlerisch-inhaltliche wie auch formell-technische Transformation ist eine der Konstanten im vielschichtigen Werk von Erika Stürmer-Alex. Schon Mitte der siebziger Jahre, da gilt sie bereits als Ausnahmekünstlerin, behauptet sie ihre ganz eigene künstlerische Position.

Nach ihrem Studium der Malerei, Grafik und Kunst am Bau an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, welches Sie 1963 abschließt, folgen Studienreisen nach Ungarn, Russland, Rumänien, Polen, Jugoslawien und schließlich Paris. Dort kommt es während einer von ihr erzwungenen Studienreise zur Begegnung mit dem Werk von Niki de Saint Phalle, einer Begegnung mit Folgen, es wird fortan einen starken Einfluss auf ihre eigene Arbeit haben.

Das Werk der 1938 in Wriezen geborenen Künstlerin Erika Stürmer-Alex lässt sich nicht auf einen Stil festlegen. Stürmer-Alex stellt Bezüge zur Mode- und Designästhetik, wie auch zum Dadaismus und zur Popart her, sie spiegelt und referenziert durch den Umgang mit kunstfremden Materialen und immer wechselnden Stileinflüssen die Dynamik und Fragmentation unserer gegenwärtigen Ge- und Verbrauchsgesellschaft.

In ihren Objekten, teils raumgreifenden Installationen, Assemblagen, Malereien und Zeichnungen verschwimmen technische und formelle Grenzen, Genres werden de- und rekonstruiert, oft mit einem beißenden soziokulturellen bzw. soziopolitischen Kommentar unterlegt, immer an der Grenze dessen, was man einen „Common Aesthetic Sense“ nennen könnte. Dies wird durch den transfigurativen Einsatz von originär unedlen Altagsmaterialien wie Verpackungen, vor allem Styropor und andere Kunststoffe verstärkt und auch formell manifestiert.

 

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