artspring berlin 2019 – Der Stadtbezirk wird Galerie

Festival artspring spots und Offene Ateliers in Pankow.
Ein ganzer Monat für die Kunst: 30. April – 2. Juni 2019

art.spring 2019 Logo

Das Festival artspring spots bietet im ganzen Monat Mai Kunstaktionen – Konzerte, Performances, Lesungen, Ausstellungen, Filmvorführungen und Workshops – bevor am Wochenende des 1. und 2. Juni 2019 in Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow ansässige Künstlerinnen sich und ihre Arbeiten in offenen Ateliers präsentieren.

artspring 2018 – Bezirksbürgermeister Sören Benn in der Ausstellung artspring central, Foto: Franziska Messner
artspring 2018 – Bezirksbürgermeister Sören Benn in der Ausstellung artspring central, Foto: Franziska Messner
  • artspring Festival Eröffnung in und auf den Schönhauser Allee Arcaden, 30. April
  • artspring dezentral Gruppenausstellungen mit Arbeiten aller Teilnehmenden im Zeiss-Großplanetarium, ab 05. Mai und der Janusz-Korczak-Bibliothek Pankow, ab 12. Mai
  • artspring spots Gäste und Events überall in Pankow, ab 1. Mai
  • artspring store Schauraum in den Schönhauser Allee Arcaden, ab 30. April
  • artspring nale experimentelle Medienkunst im Kino der K77, an vier Terminen im Mai
  • artspring Offene Ateliers Eröffnungsfeier im Milchhof, am 31. Mai, Offene Ateliers von 300 Pankower Künstlerinnen, am 1. und 2. Juni

Cemile Sahin gewinnt ars-viva-Preis 2020

2020 geht der ars viva-Preis an Karimah Ashadu (1985), Thibaut Henz (1988) und Cemile Sahin (*1990).

ars viva 2020 Preisträgerin "Cemile Sahin" / Foto: Paul Niedermayer
ars viva 2020 Preisträgerin “Cemile Sahin” / Foto: Paul Niedermayer

Cemile Sahin hatte im Rahmen der Ausstellung “young positions” – Studenten der UdK – Malerei und Zeichnung 2015 in der Galerie Pankow erste Arbeiten gezeigt.

“Cemile Sahin wurde 1990 in Wiesbaden geboren. Sie studierte Bildende Kunst am Central Saint Martins College of Art and Design in London und an der Universität der Künste in Berlin.

Im künstlerischen Werk von Cemile Sahin spielt das Zusammenspiel von Wort und Bild eine entscheidende Rolle. Ausgangspunkte ihrer Arbeiten sind Bilder oder Geschichten, die sie in ihren Filmen und Texten neu inszeniert. Dadurch hinterfragt sie die Funktionalisierung von Medien und die Bedeutung verschiedener Perspektiven für die Geschichtsschreibung.”

https://arsviva.kulturkreis.eu/cemile-sahin

ars viva 2020 | Cemile Sahin: "CENTER SHIFT #0", 2018, Prolog einer fünfteiligen Mini-Serie, HD-Video, 16 Minuten - Foto: Paul Niedermayer
Cemile Sahin: “CENTER SHIFT #0”, 2018, Prolog einer fünfteiligen Mini-Serie, HD-Video, 16 Minuten – Foto: Paul Niedermayer

Öffnungszeiten / Ostern / 1. Mai

Galerie Pankow (Außenansicht) 2018

Sehr geehrte Besucher der Galerie Pankow. Unsere Galerie bleibt am Karfreitag (19. April) und Ostermontag (22. April) geschlossen. Am Samstag, den 20. und Sonntag, den 21. April freuen wir uns auf Ihren Besuch zu den regulären Öffnungszeiten: 14-20 Uhr.

Auch am 1. Mail 2019 bleibt die Galerie geschlossen.

Wir wünschen allen frohe Ostern und einen geruhsamen Tag der Arbeit 2019.

Gerhard Kettner: Beim Begehen des Grundes | Zeichnungen

Gerhard Kettner: Beim Begehen des Grundes | Zeichnungen

Zeichnung des Künstlers Gerhard Kettner

Gerhard Kettner “Johannes Heisig” Grafit, 1984, 52,5 x 43,0 cm

Ausstellung vom 20. März 2019 bis 19. Mai 2019

Gerhard Kettner, der im vergangenen Jahr seinen neunzigsten Geburtstag gefeiert hätte, war in seiner Tätigkeit als Lithograph und Zeichner aber auch als Rektor der Hochschule für Bildende Künste Dresden eine prägende Künstlerpersönlichkeit, die nachfolgende Generationen von Künstler weit über den Wirkungskreis in Dresden hinaus nachhaltig beeinflusst hat.

Vor allem sein zeichnerisches Werk, das sowohl Portraits von Familienangehörigen, Weggefährten und Bekannten aber auch eindringliche Selbstportraits umfasst steht im Mittelpunkt dieser Ausstellung und bietet die Möglichkeit den Künstler wieder bzw. neu zu entdecken. Gezeigt werden ca. 70 Zeichnungen aus allen Phasen von Kettners Schaffen und zudem etliche Skizzen. Die Leihgaben stammen aus dem Nachlass, dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und aus Privatbesitz.

Anke Fröhlich-Schauseil, Co-Kuratorin der Ausstellung und Autorin eines ausführlichen Essays, der im gemeinsam mit dem Leonhardi-Museum-Dreseden herausgegebenen Katalogs erstmals veröffentlicht wurde über Kettner: »Unabhängig davon, was sein Schaffen für den Künstler selbst bedeutete und wie es im zeitlichen Kontext des halben Jahrhunderts von 1943 bis 1992 verstanden wurde, lassen uns Gerhard Kettners Zeichnungen etwas von der Einmaligkeit des einzelnen Menschen und seiner Wahrnehmung erfahren. Bis zum Schluss […] sind es die Körper und Gesichter von Menschen, die als Zeichenanlass wie zur Betrachtung in doppeltem Sinn von anhaltendem Interesse sind.«

Ausstellung und Katalog wurden von Anke Fröhlich-Schauseil gemeinsam mit Bernd Heise für das Leonhardi-Museum Dresden eingerichtet und sind nun auch in der Galerie Pankow in Berlin zu sehen.

Gerhard Kettner wurde 1928 in Mumsdorf/Thüringen geboren. Nach einer Lehre als Lithograf, nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er an der Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar und der HfBK Dresden u.a. bei Hans Grundig, Max Schwimmer und Hans Theo Richter. Von 1961 bis kurz vor seinem Tod 1993 lehrte er an der HfBK, deren Rektor er von 1970 bis 1974 sowie von 1979 bis 1981 war.


Donnerstag, 4. April 2019 um 19 Uhr

Gespräch über den Künstler und Lehrer Gerhard Kettner

mit Heidi Vogel, Hanns Schimansky, Manfred Zoller und Johannes Heisig
Moderation: Annette Tietz


Logo Leonhardi-Museum Dresden

Kooperation mit dem Leonhardi Museum Dresden


Dokumentation:

Tennis-Elephant | T.E. & Freunde

T.E. & Freunde - Einladung / Motiv

mit Tennis-Elephant: Moritz Schleime ~ Alexander Klenz ~ Marcus Wittmers ~ Saskia Buwert ~ Patrick Gutschmidt ~ Hanna Hennenkemper ~ Henning Hennenkemper ~ Andreas Koletzki ~ Tammo Winkler ~ & ~ Rosalie Dupré ~ Christian Forsen ~ Moritz Frei ~ Jürgen Grewe ~ Steffi Klenz ~ Petra Lottje ~ Franz Rodwald ~ Anton Schwarzbach ~ Nele Winkler

Ausstellung vom 23. Januar bis 03. März 2019
Eröffnung: 22. Januar 2019, 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Massimo El Ephas, Kunstexperte T. E.
Musik: Kat Baloun & Rico Lee

Tennis-Elephant – eine Wortschöpfung, die disparate Inhalte miteinander verbindet – ist der Name einer Künstlergruppe, die sich bereits 2004 in Berlin gegründet hat. Allen gemeinsam war und ist das Studium an der Kunsthochschule Weißensee und die dort entstandene persönlichen Nähe sowie die gemeinsame künstlerische Haltung. Alle arbeiten darüber hinaus überwiegend in den klassischen Medien der Malerei, Graphik und Bildhauerei.

Die Stärke dieser Künstlergruppe, die dem Label der Jungen Künstlerschaft mittlerweile entwachsen ist, besteht darin, sich keinem programmatischen Diktum verpflichtet zu fühlen. Vielmehr sind die gemeinsamen Ausstellungen Behauptungen von Diversität und Eigenständigkeit künstlerischen Tuns, des spielerischen und lustvollen Nebeneinanders visueller Erscheinungsformen im Chor der aktuellen künstlerischen Möglichkeiten. Trotzdem jeder der beteiligten Künstlerinnen und Künstler seinen eigenständigen künstlerischen Weg zum großen Teil sehr erfolgreich verfolgt sind die gemeinsamen Ausstellungen der Künstlergruppe Tennis Elephant Ausdruck einer Selbstvergewisserung im Kreis gleichgesinnter und Manifestation eines Credos, das persönlicher Nähe in Abgrenzung zu globaler Entgrenzung eine neue Bedeutung im künstlerischen Kontext beimisst.

Für die Ausstellung T. E. und Freunde hat jedes Mitglied von Tennis-Elephant einen Gast eingeladen, zu dessen Arbeit es einen besonderen Bezug hat. Daraus entsteht eine Erweiterung der künstlerischen Möglichkeiten mit neuen, überraschende Verbindungslinien, Querverweisen und Überlagerungen, die die gemeinsame Idee in einen erweiterten geistigen Raum transformieren.

Jeden Mittwoch um 18 Uhr: öffentliche Führung – Eintritt frei

Donnerstag 14. Februar 2019, 19 Uhr: Katalogpräsentation
Klaus Pohl, Schauspieler und Autor, liest Texte von Künstlern

Sonntag, 3. März 2019, 17 Uhr: Finissage Musik: Koschka

art.spring 2019 | Aufruf

artspring 2019

art.spring 2019 Logo

(english version below)

Liebe Künstlerinnen und Künstler im Bezirk Pankow,

hiermit laden wir euch  zur Teilnahme an der 3. Auflage des  Kunstfestivals artspring ein.

Unverändert heißt es: Der Stadtbezirk wird Galerie – Offene Ateliers in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee. Der Kerngedanke von artspring ist es, interessierte Nachbarn, Besucher, Sammler und Käufer in die Ateliers zu holen und gleichzeitig die Standorte der Kunstproduktion im Bezirk sichtbar zu machen.

artspring wächst und verändert sich – durch die Aktivitäten in den letzten beiden Jahren ist ein Netzwerk entstanden, das rund ums Jahr im Austausch steht, sich bei der Standortwahrung unterstützt und sich im Dialog mit den Akteuren aus Kunst, Kultur und Politik im Bezirk befindet. Auf unterschiedlichen Ebenen wird mittlerweile deutlich kommuniziert, dass die Künstlerinnen und Künstler und ihre Standorte für die Identität und die Lebensqualität im Bezirk wichtig sind und ihr Schutz und ihre Unterstützung ein gemeinsames Interesse bildet. Langfristig gedachte Konzepte für die Präsenz des aktuellen, lokalen Geschehens werden gemeinsam erarbeitet. Doch zunächst denken wir an den kommenden Mai.

Voraussetzung für die Teilnahme an artspring ist grundsätzlich, ein eigenes Atelier oder einen Projektraum im Bezirk Pankow zu betreiben und diesen am Wochenende vom 1./2. Juni 2019 für Besucher zu öffnen.

Festival artspring spots 1.5.-1.6.2019: Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler werden gebeten, ihre Ateliers etwas früher aufzuräumen, denn wir möchten den ganzen Monat Mai über Konzerte, Lesungen, Performances, Filmvorführungen, Künstlergespräche und mehr in den Atelierhäusern und Ateliers ermöglichen. Ladet euch Gäste ein, wir möchten für jeden Kalendertag Künstlerhonorare für Veranstalter und Gäste zur Verfügung stellen, die abgerufen werden können. Das Ziel ist, durch ein Crossover auch benachbarte Sparten einzubinden und durch die Verteilung der Veranstaltungen auf den ganzen Monat jedem Event Raum zu geben.

artspring nale: An den Freitagen im Mai zeigen wir Filme im Kino in der K77 (Kastanienallee 77). Auch hierfür nehmen wir gerne Bewerbungen entgegen.

artspring pop-up: artspring wird für die gesamte Festivalzeit mit einem Pop-Up-Store in den Schönhauser Allee Arcaden präsent sein und dort Kataloge und Editionen präsentieren.

artspring award: Ein Pokal für den Publikumsliebling wird auch 2019 vergeben.

artspring magazin: Die Zeitung listet alle teilnehmenden Ateliers, Künstlerinnen und Künstler mit Text und Bild sowie die Veranstaltungen. Erscheinungstermin 15.4., Redaktionsschluss 15.3.2019

Anmeldungen zur Teilnahme an den offenen Ateliers bitte ab sofort unter anmeldung ät artspring.berlin. Teilt uns die Namen der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Atelieradresse mit. Mit der Anmeldung sichert ihr zu, am 1. und 2. Juni das betreffende Atelier zu öffnen. Anmeldeschluss ist der 15.2.2019

Anmeldungen von Veranstaltungen bitte an veranstaltungen ät artspring.berlin.

Texte und Bilder bitte noch nicht einsenden! Nach Abstimmung des aktuellen Layouts der Zeitung versenden wir eine Aufforderung zur Einsendung der Angaben, die wir von euch benötigen.

Für die Refinanzierung der Veranstaltungshonorare starten wir im Januar eine Crowdfounding-Campagne. Das Kleingedruckte: Die Einladung zu artspring 2019 gilt unter Vorbehalt der beantragten Förderzusagen.

Alle Informationen zu artspring 2017und 2018 stehen auf www.artspring.berlin.

Dieser Aufruf kann und soll bitte an jegliche potentiellen Interessenten weitergeleitet werden.


Dear artists in Pankow,

We hereby invite you for the third time to participate in the arts festival artspring.

Again it says: The district will be gallery – open studios in Pankow, Prenzlauer Berg and Weissensee. The core idea of ​​artspring is to bring the interested neighborhood and visitors and potential customers and collectors into the studios and at the same time make visible the art production sites in the district.

​​artspring is growing and changing – the activities in the last two years have created a network that is in exchange for the whole year, supports itself in the preservation of the site and is in dialogue with the actors from the arts, culture and politics in the district. At different levels it is now clearly communicated that the artists and their locations are important for the identity and quality of life in the district and their protection and support are of common interest. Long-term concepts for the presence of current, local events are worked out together. But first we think about the coming May.

Requirement for participation in ​​artspring is basically to run your own studio or a project space in the district of Pankow and this on the weekend of 1./2. June 2019 for visitors to open.

Festival artspring spots 1.5.-1.6.2019: The participating artists are asked to clean up their studios a bit earlier because we want to make it possible for the whole month of May to hold concerts, readings, performances, film screenings, artist talks and more in the studio buildings and studio.  Invite guests, we would like to provide artist fees for organizers and guests for each calendar day that can be accessed. The goal is to cross-link neighboring genres as well and to provide attention to each event by distributing the events throughout the month.

artspring nale: On Fridays in May, we show films in the cinema K77 (Kastanienallee 77). Also for that, we accept applications.

artspring pop up: artspring will be present with a pop-up-store  in the Schönhauser Allee Arcaden, where editions and catalogs can be presented.

artspring award: A trophy for the crowd pleaser will also be awarded in 2019.

artspring magazine: The newspaper lists all participating studios, artists with text and image as well as the events. Publication date 15.4., Editorial deadline 15.3.2019

Please register for participation in the open studios at anmeldung ät artspring.berlin. We need the Names of the participating artist(s) and your studio address. Registration deadline is 15.2.2019

Please register for events at veranstaltungen ät artspring.berlin.

Please do not send texts and pictures yet! After coordinating the current layout of the newspaper, we will send you a request to send us the information we need from you.

For the refinancing of the event fees we start a crowdfunding campaign in January. The fine print: The invitation to artspring 2019 is subject to funding commitments.

All information on artspring 2017 and 2018 is available at www.artspring.berlin.
This call can and should be forwarded to any potential interested parties.

Das filmische Werk von Barbara Metselaar Berthold

Wir wären so gerne Helden gewesen

Das filmische Werk von Barbara Metselaar Berthold

Flyer zur Ausstellung im Rahmen von Videoart at Midnight-Festivals ‘18

“Wir wären so gerne Helden gewesen” Das filmische Werk von Barbara Metselaar Berthold

Ausstellung / Exhibition 07.November 201813. Januar 2019
Vernissage: 06. November 2018, 19:00 Uhr

Redner / Speakers:

Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Olaf Stüber, Kurator der Ausstellung und Direktor des Videoart at Midnight Festivals ‘18
Claus Löser, Filmwissenschaftler

Die Galerie Pankow präsentiert im Rahmen des Videoart at Midnight-Festivals ‘18 das filmische Schaffen Barbara Metselaar Bertholds. Die Ausstellung stellt damit nicht nur einen anderen, wesentlichen Schaffenskomplex der Fotografin vor, sondern knüpft an aktuelle gesellschaftliche wie auch medienbezogene Diskurse an. Von Metselaar Bertholds experimentellem Video Das Haus (1989/90), über den Dokumentarfilm Wir wären so gerne Helden gewesen (1995/96) bis hin zum Foto-Film Urban Messages (2018) zeigt sich ihr Anspruch, Geschichten und Geschichte von sozialer Brisanz miterlebbar zu machen.

Sie studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Danach war sie in Berlin als freiberufliche Fotografin tätig. 1984 reiste sie aus der DDR aus, war anschließend als Dozentin an der Hochschule der Künste Berlin tätig und wandte sich neben der Fotografie dem Dokumentarfilm und Video-Essay zu.

We Would Have Loved to Have Been Heroes

The filmic work of Barbara Metselaar Berthold

"sonst knallts - die Klappe", experimentelles Video von Barbara Metselaar Berthold

Screenshot “sonst knallts – die Klappe”, experimentelles Video mit Texten von Heike Willingham, 1994, Hi 8, 5 Min

For the Videoart at Midnight Festival ‘18, Galerie Pankow presents the filmic work of Barbara Metselaar Berthold. The show not only presents a different, essential body of work by the artist, but also ties in with current societal and media-related discourses. From Metselaar Berthold’s experimental video Das Haus (The House, 1989/90) to the documentary Wir wären so gerne Helden gewesen (We Would Have Loved to Have Been Heroes, 1995/96) to the photo-film Urban Messages (2018), the works reveal her aim to enable the viewer to participate in the experience of socially explosive stories and histories.

Metselaar Berthold studied photography at the Academy of Fine Arts Leipzig and then worked as a freelance photographer in Berlin. In 1984, she left the GDR, then joined the Berlin University of the Arts and turned to documentary films and video essays, while continuing her photographic work.

Frühstück / Breakfast am Samstag, dem 15.12.2018, 11:00 bis 13:00 Uhr

Filmabende / Screenings:

  • Donnerstag, 22.11.2018 um 19:00 Uhr
    Insel – Gespräche vor blühender Landschaft
    faro-film 2005, mini DV, 102 Min.
  • Donnerstag, 06.12.2018 um 19:00 Uhr
    Audienzen – Strategien der Selbstbehauptung
    faro-film 2006/07, mini DV, 52 Min. | zusammen mit Tina Bara
  • Donnerstag, 10.01.2019 um Uhr
    Kuhfrass – laut und leise

    faro-film 2014/15, HD, 57 Min. | Buch und Realisation

Im Rahmen des Videoart at Midnight Festival ‘18

Logo VAM FEstival 18

Gefördert durch:

Schering Stiftung | Hauptstadt Kultur Fonds | Medienboard Berlin Brandenburg

       

Pressemitteilung: Videoart at Midnight Festival ‘18

Pressemitteilung
30. Oktober 2018

Videoart at Midnight Festival ‘18

Logo VAM FEstival 18

Eröffnung: 14. Dezember 2018
Videoart at Midnight #100 Ed Atkins: 14. Dezember 2018
Artists’ Film Days: 15 + 16 Dezember 2018

Symposium: 13 + 14. Dezember 2018
Ausstellungen: 7. November 2018 – 11. März 2019

Videoart at Midnight (VAM) feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festival der Videokunst und einem vielseitigen Rahmenprogramm aus einem Symposium und vier Ausstellungen bei befreundeten Institutionen in Berlin. Im Mittelpunkt des Jubiläums steht das zweitägige Künstlerfilm- und Video-Programm im Kino Babylon in Berlin-Mitte. 100 internationale Künstler zeigen ihre Arbeiten bei den Artist Film Days am 15. und 16. Dezember 2018 im Babylon. Künstler Nummer 100, der britische Videokünstler und Dichter Ed Atkins, erhält die carte blanche für die Nacht zuvor (14. Dezember ab Mitternacht).

In einem Symposium untersucht VAM gemeinsam mit dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart und dem Neuer Berliner Kunstverein (n.b.k.) die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Videokunst unter dem Titel „Future Continuous Present(s) – “Video Art” through Time”.

Vier Ausstellungen begleiten das Programm: das Archiv von Wulf Herzogenrath präsentiert er selbst in der Akademie der Künste, die Berlinische Galerie zeigt eine Arbeit von Raphaela Vogel, KW Institute for Contemporary Art stellt Arbeiten von Christian Friedrich und die Galerie Pankow das filmische Schaffen von Barbara Metselaar Berthold vor.

Mit den Künstlerfilm- und Video-Tagen im Babylon und der Vernetzung mit namhaften Institutionen der Stadt unterstreicht Videoart at Midnight die internationale Bedeutung des Produktionsstandorts Berlin, insbesondere für die künstlerischen Medien Film und Video. Berlin ist einer der weltweit attraktivsten Orte für nationale und internationale Künstler, ihre Projekte zu entwickeln, zu realisieren, zur Diskussion zu stellen und nicht zuletzt auszustellen. Entsprechend befindet sich die künstlerische Produktion in dieser Stadt auf einem breiten und hohen Niveau. Genau das will das Videoart at Midnight Festival ‘18 zeigen.

ARTISTS’ FILM DAYS

Das Festival ist in erster Linie den Künstlerinnen und Künstlern gewidmet, die in den letzten 10 Jahren bei Videoart at Midnight zu Gast waren. Sie alle sind wieder nach Berlin und ins Kino Babylon eingeladen, nicht nur, um ihre Filme zu zeigen, sondern auch um am Festival teilzunehmen. Ein Großteil der Künstler lebt in Berlin, aber auch Künstler, die bereits weitergezogen sind, ob nach London, Paris oder New York, werden kommen (15. + 16. Dez).

Ulf Aminde, Yuri Ancarani, Julieta Aranda, Marc Aschenbrenner, Michel Auder, Yael Bartana, Bewegung Nurr, John Bock, Martin Brand, Ulu Braun, Klaus vom Bruch, Erik Bünger, Candice Breitz, Filipa César, Chicks on Speed, Chto Delat, Christoph Draeger, Phil Collins, Pauline Curnier Jardin, Keren Cytter, Antje Ehmann & Jan Ralske, Antje Engelmann, Shahram Entekhabi, Köken Ergun, Annika Eriksson, Theo Eshetu, Simon Faithfull, Christian Falsnaes, Omer Fast, Fischer & el Sani, Dani Gal, Gintersdorfer / Klaßen, Christoph Girardet & Matthias Müller, Niklas Goldbach, Delia Gonzalez, Douglas Gordon, Andy Graydon, Assaf Gruber, Isabell Heimerdinger, Benjamin Heisenberg, Kerstin Honeit, Christian Jankowski, Sven Johne, Hiwa K, Anja Kirschner & David Panos, Annika Larsson, Armin Linke, Dafna Maimon, Antje Majewski, Melanie Manchot, Lynne Marsh, Bjørn Melhus, Eléonore de Montesquiou, Matthias Müller, Chris Newman, Bettina Nürnberg & Dirk Peuker, Marcel Odenbach & Lukas Marxt, Stefan Panhans, Dirk Peuker, Mario Pfeifer, Oliver Pietsch, Agnieszka Polska, Ulrich Polster, Reynold Reynolds, Mario Rizzi, Mathilde Rosier, Anri Sala, Eran Schaerf & Eva Meyer, Erik Schmidt, Jeremy Shaw, Maya Schweizer, Amie Siegel, Pola Sieverding, Martin Skauen, Guido van der Werve, Joep van Liefland, Safy Sniper, Vibeke Tandberg, Mathilde ter Heijne, Rebecca Ann Tess, Wolfgang Tillmans, Clemens von Wedemeyer, Weekend & Plaste (with Alice Creischer & Andreas Siekmann), Ming Wong, Shingo Yoshida, Katharina Zdjelar, Stefan Zeyen, Tobias Zielony.

SYMPOSIUM

In einem international besetzten Symposium untersucht VAM gemeinsam mit dem Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart und dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Videokunst unter dem Titel „Future Continuous Present(s) – “Video Art” through Time” (13.-14. Dez). Diskutiert werden Fragen nach der Diskrepanz zwischen sich stetig weiterentwickelnden digitalen Techniken und damit verbundenen ästhetischen Auswirkungen oder nach dem künstlerischen Umgang mit linearen und nicht-linearen Erzählungen (u.a. mit Orit Halpern, Claus Pias, Erika Balsom, Inke Arns, Siegfried Zielinski, Frédéric Neyrat).

AUSSTELLUNGEN

Viele der mit dem Medium Video arbeitenden Künstler produzieren ihre Werke oft nicht für das “Dispositiv Kino”, sondern sehen diese eher im Ausstellungs-raum verortet. Aus diesem Grund versucht Videoart at Midnight mit Berliner Institutionen gemeinsam auch die installativen Möglichkeiten des Mediums Film und Video ausloten.

Wir wären so gerne Helden gewesen: Das filmische Werk von Barbara Metselaar Berthold in der Galerie Pankow knüpft an aktuelle gesellschaftliche wie auch medienbezogene Diskurse an. Von Metselaar Bertholds experimentellem Video Das Haus (1989/90), über den Dokumentarfilm Wir wären so gerne Helden gewesen (1995/96) bis hin zum Foto-Film Urban Messages (2018) zeigt sich ihr Anspruch, Geschichten und Geschichte von sozialer Brisanz miterlebbar zu machen. (7. Nov 2018 – 13. Jan 2019)

Son of a Witch: Die Berlinische Galerie zeigt eine raumgreifende Skulptur on Raphaela Vogel in ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Berlin, die den gesamten Ausstellungsraum neu definiert und in eine Art schamanische Kathedrale verwandelt. Die eigene, weibliche Körperlichkeit und oftmals männlich geprägte Technik sind Themen, die Raphaela Vogel in ihren postapokalyptischen, frankensteinschen Welten immer wieder neu und nicht ohne Humor behandelt. Dabei wird alles umgestülpt, gedreht, umgewandelt, dekonstruiert und erfrischend respektlos neu gedeutet. (30. Nov 2018 – 11. Mar 2019)

Are You Warm? Did You Have Trouble Getting Here? Have They Treated You Well?: KW – Institute of Contemporary Art zeigt zwei Arbeiten von Christian Friedrich: Untitled (2011) spielt mit der rhythmischen Einfügung von allerlei Bildmaterial und verkehrt Bild und Ton zu einem stroboskopischen Effekt in anachronistischer Sepiatönung. Ein zweiter Film, Are You Warm? Did You Have Trouble Getting Here? Have They Treated You Well? (2017), trägt einen Titel, der eine Befragung andeutet. Im steten Wechsel der Modi nutzt Christian Friedrichs Werk häufig Elemente sexueller Extravaganz, aber spielt sie gegen Formalismus, Ästhetizismus und strukturelle Gegensätze aus. (8. –-16. Dez)

Wulf Herzogenrath-Archiv: Wulf Herzogenrath trug als Kunsthistoriker und Kurator entscheidend zur Etablierung der Videokunst in Deutschland bei. Die Ausstellung in der Akademie der Künste zeigt neben Dokumentationen zur Videokunst auch einige frühe Werke, ergänzt durch Fotos, Briefe und Entwürfe zu Installationen aus der einzigartigen Studiensammlung des Herzogenrath-Archivs. Im Mittelpunkt der Rückschau steht die „documenta 6“ als Meilenstein in der Geschichte der Medienkunst, bei der Wulf Herzogenrath 1977 eine eigene Abteilung für Videokunst kuratierte. Erstmals öffentlich präsentiert wird seine Kollektion von Künstlergäste¬büchern mit originalen Widmungen als Zeugnisse seiner zahlreichen beruflichen wie privaten Begegnungen seit Ende der 1960er Jahre. (13. – 16. Dez)

CAMPUS

Der von vier Kunsthochschulen (HGB Leipzig, KH Braunschweig, KH Kassel und UdK Berlin) initiierte Campus im Rahmen des Festivals soll Studierenden die Möglichkeit gegeben, sich in Form von Backstage-Gesprächen mit einzelnen Künstlern des Festivals in moderierten und vorbereiteten Seminaren sich auszutauschen. (Babylon Kino 2 + 3, 15. + 16. Dez)

ÜBER VIDEOART AT MIDNIGHT

Videoart at Midnight ist ein internationales Forum, das sich der Förderung von zeitgenössischer Kunst, insbesondere von Film, Medienkunst und Videokunst in Berlin widmet.

Einmal im Monat, immer an einem Freitag um Mitternacht, laden die beiden Initiatoren – Olaf Stüber und Ivo Wessel – Künstler ein, ihre Arbeiten auf der großen Leinwand im Kino Babylon zu zeigen. Jeder Abend ist einem Künstler bzw. einer Künstlerin gewidmet. Die Künstler sind stets anwesend. Es ist ihr Abend. Oft werden Uraufführungen gezeigt, manchmal auch begleitet durch live acts, wie Performances, Konzerte oder Künstlergespräche.

Ziel von Videoart at Midnight ist es, eine Plattform für ein Medium zu bieten, das im Rahmen der zeitgenössischen Kunstproduktion zunehmend an Bedeutung gewinnt und gleichzeitig einen Einblick in die internationale Kunstszene Berlins zu geben. Dabei sind sowohl renommierte Künstler als auch immer wieder Neuentdeckungen eingeladen.

Videoart at Midnight ist ein Non-profit- und No-budget-Projekt. Der Eintritt ist frei. Jedermann ist willkommen.

Videoart at Midnight wird auch international wahrgenommen und war beispielsweise zu Gast im Kunstverein Salzburg, bei diversen Filmfestivals, im Goethe Institut Seoul und im Hirshhorn Museum Washington, D.C.

Weiterführende Informationen: www.videoart-at-midnight.de/festival-18/