Archiv der Kategorie: Veranstaltung

KGB-KUNSTWOCHE 2017 | Kommunalen Galerien in Berlin

Die Kommunalen Galerien in Berlin präsentieren vom 08. bis 17. September 2017 zum vierten Mal parallel zur Berlin Art Week gemeinsam die KGB-KUNSTWOCHE mit Ausstellungen, Rundgängen, Vorträgen, Performances, Workshops und Konzerten von mehr als 400 Künstlerinnen und Künstlern, sowie anderen Kulturschaffenden, in allen Berliner Stadtteilen.

Höhepunkt der KGB-Kunstwoche wird die Nacht der Künstler*innenbands (KGB-Sounds)
am 15. September im Heimathafen Neukölln.

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KGBerlin Poster 2017


GB-Bustouren

17. September 2017 | 14:00 – 19:00

Drei Bustouren verbinden mehrere Bezirke und halten zur Besichtigung an jeweils sechs Galerien. Mehr Infos >>

artspring: Offene Ateliers in Pankow

artspring 2017 – Der Stadtbezirk wird Galerie.

Logo der Veranstaltung artspring

Offene Ateliers in Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow vom 16.-18. Juni 2017

artspring widmet den in Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern besondere Aufmerksamkeit. Ein ganzes Wochenende lang  öffnen sich die Türen zu Vorderhäusern und Hinterhöfen, zu Fabriketagen und Wohnungsateliers, zu Laden- oder Gruppenateliers. Manche Ateliers existieren hier seit vielen Jahrzehnten, andere wurden sind erst wenige Monat eingerichtet – artspring macht sie gleichermaßen sichtbar. Die abseits der Öffentlichkeit stattfindende Kunstproduktion wird zugänglich gemacht, die Künstler ansprechbar. Zudem bietet das Wochenende den Anlass und die Möglichkeit, die im Bezirk Pankow arbeitenden Künstlerinnen und Künstler mit Interessenten, aber auch untereinander zu vernetzen.

Die Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. ist seit mehr als zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil der Berliner Kunst- und Kulturszene. Mit dem Projekt- und Ausstellungsraum „Pavillon am Milchhof“ und dem Gastatelier fördert und unterstützt er den regionalen und internationalen Austausch von Künstlern und Künstlerinnen sowie Künstlergruppen und anderen Atelierhäusern Der Milchhof sieht sich mit in der Verantwortung, weiterhin die Arbeitsmöglichkeiten für Künstler und Künstlerinnen zu erhalten und auszubauen.
Bis vor einigen Jahren war der Milchhof Teil und Nutznießer der vom Bezirk organisierten „p.art“, dem Tag der offenen Ateliers in Pankow. Nach nunmehr sechs Jahren Pause möchte der Milchhof die Tradition aufgreifen und neu beleben und wird dabei vom Fachbereich Kunst und Kultur unterstützt.

artspring findet statt am Samstag und Sonntag, 17. und 18. Juni 2017 jeweils von 12 bis 20 Uhr. Am Abend des 16. Juni beginnt artspring mit einer zentralen Eröffnungsfeier im Hof der Ateliergemeinschaft Milchhof e.V.. artspring wird veranstaltet von der Ateliergemeinschaft Milchhof e.V. und unterstützt vom Amt für Weiterbildung und Kultur Pankow, FB Kunst und Kultur.

Für das Wochenende werden Touren und Führungen organisiert, eine Dokumentation ist geplant. Die Veranstaltung wird in den Medien beworben, ein Flyer listet alle Veranstaltungsorte auf. Mehr Informationen unter www.artspring.berlin

artspring – Open Call

Teilnahmeaufruf für die Künstler/inen mit Atelier in Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow: Melden Sie sich an zur Teilnahme an „artspring – Offene Ateliers in Pankow“! Die Anmeldung erfolgt unter dem Button „Anmeldung“ auf der Website www.artspring.berlin. Anmeldeschluss ist der 17. April.

(Eine Anmeldung per Internet ist Ihnen nicht möglich? Rufen Sie uns an: 030 820 734 79)

Milchhof Logo

Horst Zickelbein | Sinnliche Botschaften

Horst Zickelbein | Sinnliche Botschaften – Malerei

Gemälde von Horst Zickelbein

Horst Zickelbein “Lesbos 2, Die Bucht”, 2010, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm

Ausstellung vom 15. März bis 30. April 2017
Eröffnung am 14. März 2017 um 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Anita Kühnel, Kunsthistorikerin, Berlin

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und einem Text von Anita Kühnel. 60 S. Hardcover, Herausgegeben von Annette Tietz, Galerie Pankow

Am 23. März 2017 um 19 Uhr
Horst Zickelbein – Anreger, Vorbild, Mentor
Gespräch mit Martin Colden, Volker Henze und Kerstin Seltmann

Anlässlich des 90. Geburtstages  von Horst Zickelbein gibt die Ausstellung einen Einblick in das malerische Werk eines Künstlers, der  für die  Kunstentwicklung in Berlin eine herausragende Rolle gespielt hat.

In den späten fünfziger Jahren gehörte Zickelbein zum Kreis der sogenannten Berliner Schule, einer Gruppe befreundeter Künstler, die in der Nachkriegszeit den Dialog mit der internationalen Moderne aufnahmen und sich nicht von der DDR-Kunstpolitik vereinnahmen ließen. Horst Zickelbein hat sich früh von dem malerischen Sensualismus dieses Kreises  gelöst und ist einen eigenen künstlerischen Weg gegangen.

Ausgehend vom sinnlichen Erlebnis steht die Reduktion auf geometrische Formen und Strukturen  sowie die Hinwendung zu abstraktem Formenvokabular im Mittelpunkt seines Schaffens. Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen des Bildes  entstehen so aus der Verknüpfung von Naturerlebnissen und literarischen Anregungen Farbräume und archaische Zeichen, die zu Gedanken- und Erinnerungsräumen, zu Seelenlandschaften als elementares Sinnbild der Zeit werden.

In dieser Abwendung vom Diktat der Figur, der Hinwendung zu abstraktem Formenvokabular und nicht zuletzt seiner künstlerischen Grundhaltung wurde Horst Zickelbein jenseits institutioneller Strukturen zu einem wichtigen Anreger und Lehrer nachfolgender Künstlergenerationen.

Horst Zickelbein wurde 1926 in Frankfurt/Oder geboren. Nach Militärdienst und Kriegsgefangenschaft studierte er von 1950 – 1955 bei Horst Strempel und Bert Heller Wandmalerei an der Hochschule für Bildende und Angewandte Kunst Berlin Weißensee. Von 1955 bis 1958 war Horst Zickelbein zeitgleich mit Manfred Böttcher, Ernst Schröder, Harald Metzkes (bei Otto Nagel) und Werner Stötzer (Meisterschüler bei Gustav Seitz und Fritz Cremer) Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen an der deutschen Akademie der Künste. Er war  bis 1990 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler und lebte von 1958 – 1995 freiberuflich in Berlin. 1996 erfolgte die Übersiedlung nach Bornholm.

Sabine von Breunig | The DNA Of History

Sabine von Breunig | The DNA Of History

„Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will. Alles verschwindet.“

Ehemalige Krankenanstalten in Berlin-Buch | Fotografie

Foto der Fotografin Sabine von Breunig

Sabine von Breunig „Ludwig-Hoffmann-Quartier | Haus 134 | Chefarzt-Zimmer ÖB 1“

Ausstellung vom 18.01. bis 05.03.2017
Eröffnung: 17.01.2017 um 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Matthias Harder, Fotokurator, Berlin

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Zahlreichen Abbildungen und einem Text
von Matthias Harder, 60 Seiten, Softcover.

Sonntag, 5.3.2017, 17 Uhr: Finissage der Ausstellung mit einem Gespräch zwischen Sabine von Breunig und Matthias Flügge, Kunstwissenschaftler, Berlin.

Sabine von Breunig beschäftigt sich in ihrer aktuellen fotografischen Arbeit mit ehemaligen Krankenanstalten in Berlin- Buch.

Dort befindet sich der ehemals größte Krankenhausstandort Europas mit sieben  medizinischen Bereichen. Nach der Wiedervereinigung wurden die Krankenhäuser zum Teil verlagert, geschlossen  und für die Gebäude eine neue Nutzung gesucht. Das ist bis heute nur teilweise gelungen. Zwischen 2013 und 2015 hat Sabine von Breunig in den verlassenen Gebäuden von fünf ehemaligen Klinikteilen fotografiert.

Sabine von Breunig setzt sich in ihrer fotografischen Arbeit mit der Geschichte von Räumen und den darin befindlichen historischen Schichtungen auseinander. Im Vordergrund steht dabei  jedoch nicht die dokumentarische Erfassung des Vorgefundenen. Vielmehr versucht sie mit künstlerischen Mitteln – dem fein nuancierten Umgang mit Licht sowie der klaren Komposition aus Farbe und Struktur die Atmosphäre der dargestellten Räume erlebbar zu machen.  Kernpunkt ihrer künstlerischen Arbeit ist es,  das Interesse an Geschichte wach zu halten. Nicht mit historischen Dokumenten sondern mit zeitgemäßen Bildern, die an der Nahtstelle zum Verschwinden Fragen nach dem Woher und Wohin stellen.

Fotografie der Fotografin Sabine von Breunig

Sabine von Breunig „Ludwig-Hoffmann-Quartier | Haus 134“

Sabine von Breunig war zunächst als Journalistin tätig, absolvierte ein Volontariat bei Heiner Leiska, Hamburg, und arbeitet seit 2001 als freie Fotografin mit dem Schwerpunkt Interieur und Architektur, unter anderem 2006 „Hohenschönhausen“, 2008 „B(P)allast der Republik“ oder 2014 „Final Walk“ zum  ehemaligen Oberkomando der amerikanischen Streitkräfte in Berlin.  Von 2008–2011 war sie Schülerin in der letzten Meisterklasse von Arno Fischer an der Ostkreuzschule. Sie lebt in Berlin.

Dokumentation | Artistwalk am 18.09.2016

Artistwalks

Am 18. September führte Olf Kreisel im Rahmen des Artistwalks durch Pankow. Hier einige Impressionen…

Artistwalk: Olf Kreisel

Artistwalk: Olf Kreisel

“Ich möchte mit einer Exkursion an eine vergessene kleine Varieté-Bühne erinnern, die sich noch bis in die dreißiger Jahre auf der Hinterbühne unter dem Saal des „Bellevue“ in der Breite Str. 21a in Pankow befand und von Flamenco–Star S. leidenschaftlich geführt wurde. Dazu begeben wir uns an den ursprünglichen Standort (heute Rathauscenter) und rekonstruieren mit Hilfe alter Fotos die Lage der einstigen Kulturstätte. Anschließend besuchen wir den Neffen vom Tänzer S., den Schauspieler Herrn K. (76), der heute wieder wenige Straßen weiter zurückgezogen lebt, in seiner Privatwohnung. Er überrascht uns mit Kaffee und Kuchen und liest auf einer kleinen improvisierten Bühne im Wohnzimmer aus den Erinnerungen des russischen Balletttänzers Vaslav Nijinsky.” Olf Kreisel

Artistwalk: Olf Kreisel

Artistwalk: Olf Kreisel

Olf Kreisel, geboren 1965 in Frankfurt/Oder, war von 1986 bis 1993 Bühnenbildner am Kleist-Theater Frankfurt/Oder. 1993 bis 2001 studierte er Freie Kunst an der Kunsthochschule Berlin bei Prof. I. Mahn deren Meisterschüler er 2001 war.

Artistwalk: Olf Kreisel

Artistwalk: Olf Kreisel

Der Artistwalk fand im Rahmen der gemeinsamen Aktionswoche der Kommunalen Galerien Berlin statt.

KGB-Kunstwoche 2016

KGB-Kunstwoche 2016

Dokumentation | Klangfarbe 4: Frictions

Klangfarbe 4 | Dieter Schnebel & Die Maulwerker

Die Maulwerker in der Galerie Pankow 2016

Die Maulwerker in der Galerie Pankow 2016

Es war ein spannender Abend mit Dieter Schnebel & den Maulwerkern. Nach der spektakulären Aufführung des Stücks “Maulwerke (1968-74) Triofassung” durch Ariane Jessulat, Katarina Rasinski und Steffi Weismann waren alle gespannt auf die Erläuterungen Dieter Schnebels. Dieser führte auf sehr amüsante aber auch sehr konzentrierte Art und Weise durch die/seine Geschichte der Avantgarde, die ihn schließlich zum hier aufgeführten Zyklus brachte.

Dieter Schnebel in der Galerie Pankow 2016

Dieter Schnebel in der Galerie Pankow 2016

Dem kurzweiligen aber auch sehr informativen Vortrag folgte schließlich die Aufführung des Stücks Trinitaire (2015) von Alessandro Bosetti.

Die Maulwerker in der Galerie Pankow 2016

Die Maulwerker in der Galerie Pankow 2016

Es waren interessante, teils ungewöhnliche Klänge die durch unsere Galerie schwebten und wir freuen uns auf die Fortsetzung unserer Serie Klangfarbe 04. Dank an alle Beteiligten.

Artistwalk: Olf Kreisel

Artistwalk: Olf Kreisel

Einladungskarte Motiv Artistwalk Olf Kreisel

Aus dem Archiv Museum Pankow

Tänzer S. – Eine Exkursion zu realen Orten und mit fiktiven Elementen.

Treffpunkt um 18.09.2016 um 15 Uhr vor der Galerie Pankow, Breite Straße 8, 13187 Berlin

Ich möchte mit einer Exkursion an eine vergessene kleine Varieté-Bühne erinnern, die sich noch bis in die dreißiger Jahre auf der Hinterbühne unter dem Saal des „Bellevue“ in der Breite Str. 21a in Pankow befand und von Flamenco–Star S. leidenschaftlich geführt wurde. Dazu begeben wir uns an den ursprünglichen Standort (heute Rathauscenter) und rekonstruieren mit Hilfe alter Fotos die Lage der einstigen Kulturstätte. Anschließend besuchen wir den Neffen vom Tänzer S., den Schauspieler Herrn K. (76), der heute wieder wenige Straßen weiter zurückgezogen lebt, in seiner Privatwohnung. Er überrascht uns mit Kaffee und Kuchen und liest auf einer kleinen improvisierten Bühne im Wohnzimmer aus den Erinnerungen des russischen Balletttänzers Vaslav Nijinsky.

Der Artistwalk findet im Rahmen der gemeinsamen Aktionswoche
der Kommunalen Galerien Berlin statt.

KGB-Kunstwoche 2016

KGB-Kunstwoche 2016

Klangfarbe 4: Frictions – Stimmen und Objekte

Donnerstag 15. September 2016 um 19:00Uhr

Frictions – Stimmen und Objekte

Alessandro Bosetti: Trinitaire (2015)

Alessandro Bosetti: Trinitaire (2015)

Vortrag von Dieter Schnebel mit einem Konzert der Maulwerker
Donnerstag, den 15.September 2016, 19 Uhr
Dieter Schnebel: Maulwerke (1968-74) Triofassung, ca. 15 min
Henrik Kairies: Triosonate für Weingläser (2013) ca 15 min
Alessandro Bosetti: Trinitaire (2015) ca. 10 min

Henrik Kairies: Triosonate für Weingläser (2013)

Henrik Kairies: Triosonate für Weingläser (2013)

Es performen die Maulwerker: Ariane Jessulat, Katarina Rasinski, Steffi Weismann

Dieter Schnebel (*1930) avancierte in den 60er Jahren zur Koryphäe experimenteller Musik in Europa. Mit Maulwerke (1968-74) schuf er ein Grundlagenwerk moderner Vokalmusik, das sich radikal mit den Artikulationsmöglichkeiten der menschlichen Stimme auseinandersetzt und den Spielern eine „offene Partitur“ mit Kommunikationsmodellen zur Verfügung stellt. Das von Schnebel gegründete Ensemble „Maulwerker“ hat dieses Werk in den letzten Jahrzehnten in zahlreichen verschiedenen Fassungen weltweit aufgeführt. In der Galerie Pankow wird die kammermusikalische Trio-Version von 1988 im Zusammenhang mit zwei Werken jüngerer Komponisten präsentiert.

Die Maulwerker sind Vokalensemble, Musikperformer, Musiktheatermacher, Komponistenkollektiv. Sie sind Spezialisten in den Schnittmengen von Musik und Theater, Musik und Sprache, in der Durchdringung von Musik und Raum, von Klang und Stille.  Neben den Klassikern der Neuen (Vokal-)Musik und des Experimentellen Musiktheaters – wie Schnebel, Cage und Fluxus – bilden jüngere Tendenzen den Schwerpunkt der Arbeit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe

Klang Farbe 04

Klaus Killisch "Stimmen und Objekte", 2016, Collage auf Papier, 50x70cm

Klaus Killisch „Stimmen und Objekte“, 2016, Collage auf Papier, 50x70cm

Mit Klang Farbe 04 setzt die Galerie Pankow eine Vortragsreihe fort, die sich dem Musikalischen als ursprünglichste Geste der Kommunikation widmet und aus verschiedenen Perspektiven annähert. Ein Projekt der Galerie Pankow. Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis der Galerie Pankow.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten / Ausstellungsfonds Kommunale Galerien und den Freundeskreis der Galerie Pankow. Die Veranstaltung findet im Rahmen der gemeinsamen Aktionswoche der Kommunalen Galerien Berlin KGB statt.

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Florian Merkel – Fotografien 2010 – 2016

Florian Merkel – Fotografien 2010 – 2016

Fotografie von Floarian Merkel

Florian Merkel, “Hieronymus”, 2015, Serie „Bewährte Rollenmuster“ – Eiweißlasur auf Silbergelatinebaryt, 100 cm x 75 cm

Eröffnung am Dienstag, dem 6.9.2016 um 19 Uhr
Begrüßung: Annette Tietz, Galerieleiterin
Einführung: Michael Stoeber, Kunsthistoriker, Hannover
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Ausstellung vom 7.9. – 30.10.2016

Nach einer langen Phase, in der sich Florian Merkel unterschiedlichen Performance- und Videoprojekten widmete, kehrte er  2010 mit der Arbeit am “Kentauren Projekt” zu seinen fotografischen Wurzeln zurück. Das „Kentauren Projekt 1“ knüpft hier an frühere Serien von Landschaftsfotografien an. Die Bilder bringen einerseits eine dokumentarische Oberfläche, haben gleichzeitig das subjektive Empfinden eines erlebten öffentlichen Raumes zum Thema. Das festgehaltene Zeitgefühl dominiert die abgebildeten Einzelheiten. Im „Kentauren Projekt 3“ wird diese Konsequenz auf die Spitze getrieben und das gesellschaftliche Umfeld so weit ausgeklammert, dass die Skizze eines Zustandes übrigbleibt. Die Aufhebung dieser Art Bildfindung führte 2013 zur Magenta Serie, in der er mit dem Einfluss des Faktors Zeit auf die physische Veränderung des körperhaften Fotoabzuges und der Kolportierung dieses Vorgangs als elektronische Geschichtssimulation spielt. Außerdem zeigt der Künstler neuere Porträts, einen aktuellen Block von Architekturrecherchen sowie alte und neueste handcolorierte Fotografien.

Donnerstag, 13.10.2016, 19 Uhr
Goldklang – Florian Merkel öffnet seine musikalische Schatztruhe

im Rahmen des 7. Europäischer Monat der Fotografie Berlin | 1. – 31. Oktober 2016

EMOP Berlin - European Month of Photography

 

Klang Farbe 03

Klang Farbe 03

Mit Klang Farbe 03 setzt die Galerie Pankow eine Vortragsreihe fort, die sich dem Musikalischen als ursprünglichste Geste der Kommunikation widmet und aus verschiedenen Perspektiven annähert.

Klaus Killisch "Keine Stars" 2016, Collage, 50x50cm

Klaus Killisch “Keine Stars” 2016, Collage, 50x50cm

Ein Projekt der Galerie Pankow. Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis der Galerie Pankow.

Matthias Zwarg
September Songs
Literarische Vorlagen in musikalischer Interpretation

21.04.2016 um 19 Uhr

Anfang der 1960-er Jahre hatte Bob Dylan entdeckt, dass man mit einem Popsong mehr ausdrücken kann als „Ich hasse meinen Vater, ich hasse meine Mutter, lass uns eine Schaufensterscheibe einschlagen“. Viele Popmusiker der klassischen Avantgarde waren ohnehin zuerst Kunststudenten, belesen und interdisziplinär, bevor es den Begriff überhaupt gab. Deshalb galt ihnen auch die Literatur als wichtige Inspirationsquelle – von der Vertonung eines Gedichts bis zu versteckten und offenen Zitaten. Bob Dylan, die Rolling Stones, die frühen Genesis, Lou Reed, The Waterboys, The Pogues, in der Gegenwart The Weakerthans und Hot Water Music, aber auch die deutschen Bands Rantanplan, But Alive, Ja, Panik! oder Tocotronic bedienten sich freimütig in der Literatur – das war nicht von Nachteil und ist sogar hörenswert.

Matthias Zwarg (1958 in Bad Düben geboren) ist als Leiter des Buchprogramms der Freien Presse tätig. Er arbeitet als Autor und Herausgeber und schreibt für die Kulturredaktion der Freien Presse.

Johannes Rabisch
Eterna-Nova-Amiga: Eine ewig neue Freundin?
Zur Geschichte eines Plattenlabels in der DDR

19.05.2016 um 19 Uhr

Wer zu DDR-Zeiten eine Schallplatte kaufen wollte, konnte immer „Ah!“ sagen: Eterna, Nova und Amiga – so hießen die drei Grazien oder Labels, unter denen die „VEB Deutsche Schallplatten“ ihre Musik produzierte. Amiga-Platten spiegelten und prägten über mehrere Jahrzehnte den Geschmack der Freunde von Schlager, Rock, Pop, Jazz und Folkmusik. An ausgewählten Schallplatten aus der Zeit von 1955 bis 1990 soll an diesem Abend in Bild und Ton der Frage nachgegangen werden, wie sich mit dem Stilwandel der U-Musik auch deren visuelle Gestaltung auf Plattencovers und in Bühnenshows veränderte und inwiefern sich im Rahmen der staatlich verordneten Ästhetik des Labels der individuelle Ausdruckswille der Künstler und ihres Publikums Geltung verschaffen konnte.

Johannes Rabisch (1968 in Thüringen geboren) absolvierte eine Ausbildung zum Dachdecker und studierte später Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaften an der FU, TU und HU Berlin. Er lebt in Berlin und ist nach Beschäftigungen an der Universität und beim Rundfunk heute freiberuflich tätig.

Annie Goh
Banality of Affect.
Eine generative audiovisuelle Komposition über Emotionen

09.06.2016 um 19 Uhr

„Banality of Affect“ ist eine generative audiovisuelle Netzkunst-Komposition, welche eine Kommodifizierung von Emotionen in den Neuen Medien und eine Ökologie des „sonic affect“ problematisiert. Dabei wird der gefühlsgeladene Fluss zwischen Echtzeit-Nachrichtendiensten und normalisierten Idealen vom Glück in musikalischen Kulturen beleuchtet und exemplarisch im Genre „Trance Music“ untersucht. Im Vortrag werden die Kernideen des Projektes zusammen mit Klangbeispielen vorgeführt.

Annie Goh (1984 in Großbritannien geboren) arbeitet als Künstlerin und Forscherin vorwiegend mit Klang und Raum, mit elektronischen Medien und generativen Prozessen sowie deren sozialem und kulturellem Kontext. Mit Ausstellungen und Performances war sie u.a. auf der transmediale Berlin, auf dem Tokyo Wonder Site-Festival oder auf der Ars Electronica Linz vertreten. Seit 2013 ist sie Co-Kuratorin des Discourse Program beim CTM Festival Berlin und lehrt an der UdK sowie an der HU Berlin. Derzeit promoviert sie an der Goldsmiths University in London zu Echo, Archäoakustik und „sonic knowledge“.

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