Archiv der Kategorie: Pädagogik

VIRTUELLE FOTOWERKSTATT II – PRINZESSIN ODER FROSCH

VIRTUELLE FOTOWERKSTATT II

PRINZESSIN ODER FROSCH

BILD – TRAUMBILD – TRUGBILD / Das Spiel mit der Wirklichkeit in 2 Teilen

Zu der Ausstellung in der Galerie Pankow

TINA BARA / RECUR 2020

RECUR – sich wiederholen, wiederkehren, wieder auftreten, wiederkommen, wieder passieren, Periodizität

“Die Wiederholung ist Thema, Fragestellung, Suchbewegung, methodische Forschung, prozessorientierter medialer Handlungsraum, Stilmittel, künstlerische Setzung.” Tina Bara 

Im 2. Teil der Werkstatt steht das Wunsch- / Trugbild im Vordergrund.

Mit unterschiedlichen Requisiten, Make up, bildnerischer Gestaltung und Verfremdung setzt Ihr Euch ins Bild.

z. B. mit diesen Gegenständen

Es gibt verschiedene Herangehensweisen und Umsetzungen des Themas. 

KünstlerInnen wie Cindy Sherman (konzeptuelle Fragen der Identität, Rollenbilder, Körperlichkeit / Verkleidung) , Helmut Newton (Mode- und Portraitfotograf), Helga Paris (Alltagsfotografie in der DDR), Arnulf Rainer (Fotoübermalungen) und natürlich Tina Bara, sind hier stellvertretend genannt.

Es lohnt sich die verschiedenen Positionen zu googeln.

Fotografiert wird mit Kleinbildkameras, Spiegelreflexkamera, Handy, analog / digital, wie Ihr wollt. Gerne könnt Ihr die Fotos auch bildnerisch weiterbearbeiten, s. Arnulf Rainer. Euch sind keine Grenzen gesetzt – zerschneidet die Fotos und setzt sie wieder zusammen, malt Euch eine Krone oder Froschaugen, vervielfältigt Eure Aufnahmen und klebt sie aneinander – WIE WIRKT DAS? – zeigt nur einzelne Körperteile, kombiniert mit Lieblingsstücken, benutzt Spiegel oder Wasser, … .

Legt einfach los, die Ideen kommen beim “TUN”.

Diesmal steht H. alleine Modell. Ich begleite sie wieder mit der Kamera. 

Identitätswechsel

Spiel mit Requisiten

Fotoübermalung

oder Schatten…

Im Dialog mit sich selbst.

Ihr habt gesehen, die Selbstdarstellung enthält eine Vielzahl von Möglichkeiten, von sich zu berichten. 

Wann wird die Darstellung vom Wunsch- zum Trugbild? Inwieweit manipulieren wir mit Fotografie? Diese Fragen stellten sich auch uns beim Rundgang durch die Ausstellung RECUR. Welches Bild wollen die Abgebildeten von sich vermitteln.

Besucht die sehenswerte Show und taucht ein in das Spiel der Möglichkeiten.

Sicher habt Ihr Anregungen bekommen Euch darzustellen und etwas von Euch zu erzählen.

Viel Spaß beim Ausprobieren ! 

Natürlich freuen wir uns in der Galerie Pankow wieder über Abbildungen Eurer Werke.

(Pankow, der Punk / von Tina Bara)

VIRTUELLE FOTOWERKSTATT I BILD – TRAUMBILD – TRUGBILD

VIRTUELLE FOTOWERKSTATT  I

PRINZESSIN ODER FROSCH

BILD – TRAUMBILD – TRUGBILD / Das Spiel mit der Wirklichkeit in 2 Teilen

Zu der Ausstellung in der Galerie Pankow

Tina Bara / Recur 2020

Der Kern Tina Baras künstlerischer Arbeit ist die Portraitfotografie. In den jeweiligen Serien dokumentiert Bara die Geschichte eines Stück Lebens und Werdens ihrer Protagonisten*innen.Wie sieht und inszeniert sie die Frauen / Freundinnen.

“Ich treffe die verschiedenen Protagonist*innen mehrfach. Biografische Schlaufen, Zufälle, Affekte, verschiedene und immer wieder gleiche Themen werden zu einer Auseinandersetzung, bei der eine intensive Erregung bearbeitet wird. Immer der Körper, die Körper: als Erfahrungsort, als Speicher, als fluide, fragile Transformatoren.” Zitat Tina Bara

Für Euch ist das Thema der Werkstatt eine bewußte Begegnung mit dem fotografischen Portrait oder Selbstportrait – eine Selbstbefragung zwischen Modell und Fotograf*in. 

Ihr seid geschult durch die neuen Medien (Instagram, Facebook, Snapchat usw.) und der Umgang mit der Handykamera und dem Zeigen der eigenen Person im Foto oder im Netz ist Normalität. Aber wie wirken Eure Portraitfotos auf den Betrachter?

Die Werkstatt soll trotzdem ein Anlass zur Selbstbefragung werden. Eine kritische, wie auch eine künstlerisch spielerische Hinterfragung.

Handy, digitale Spiegelreflexkamera, Kleinbildkamera, gerne auch analog.

Aus der Hand fotografiert oder vom Stativ, mit oder ohne Partner*in.

Bildbearbeitung mit Programm oder auch von Hand: Collage, Übermalung, Verzerrung, Ausschnittvergrößerung, Farbveränderung, Einsatz der Schere, … es gibt unendlich viele Möglichkeiten Eure Sicht auf Euch selbst oder die Person neben Euch darzustellen. Seid kreativ. Alles ist möglich. Es gibt kein gut oder schlecht richtig oder falsch.

Für mich stellte sich die Frage, wie ich diese Werkstatt bildlich und virtuell umsetzen kann.Keine leichte Aufgabe:

Letztendlich habe ich mich für die Modellvariante entschieden. 

Protagonisten sind die Schwestern E. und H. (18 und 16 Jahre alt).

Sie fotografierten sich gegenseitig mit dem Handy und haben sich zum großen Teil für Schwarz/Weiß Fotografie entschieden. Die begleitenden Fotos sind von mir.

Im Workshop I zeigen sie Euch, wie sie jeweils ihre Schwester abbilden.

Bewusst verzichteten sie im ersten Teil der Werkstatt auf eine spielerische Bildbearbeitung und Requisiten und entschieden sich für Aufnahmen in der Natur.

E. und H.

Besuch der Ausstellung RECUR von Tina Bara in der Galerie Pankow.

Mit der Blickrichtung spielen. Der Ausdruck ändert sich. In die Ferne schauen wirkt z.B. sehnsüchtig. Der abgewandte Körper hat auch eine Bedeutung.

Bezugnehmend auf die Serie von Tina Bara “ Frauen auf Bäumen” in der Ausstellung, haben sie sich für das Fotografieren im Park entschieden. 

Brainstorming zur Portraitfotografie in der Natur: Wachstum, Verdichtung, Fabelwesen, Natur, Schutz, Geborgenheit, Erde, Luft, Verwurzelung …

Alte große Bäume wurden gefunden, erwiesen sich aber als schwer zugänglich.

Um Schutz zu finden oder sich zu verstecken, muss man erstmal hochkommen.

Perspektive wechseln: Von oben fotografieren, frontal, schräg und von unten.

Das macht Eure Portraits interessant.

Veranschaulichung eines Gefühls: Verbundenheit / Zusammenhalt der Schwestern. 

Die Schwestern suchten nach einem Symbol für ihre Verbundenheit.

H. entschied sich später für eine Ausschnittvergrößerung.

Clos-ups von Gesichtern oder einzelne Detailaufnahmen.

E. und H. fanden ein Zeichen für das Leben und gaben die Komposition vor.

Sie verzichteten auf die Ganzkörper Abbildung und geben trotzdem ein Portrait von sich.

Inwieweit beeinflusst die Reduzierung auf die Füße / Schuhe den Inhalt des Bildes?

Empfindet man die schwarzen Schuhe als Bedrohung für die kleine Pflanze?

Ausprobieren verschiedener Positionen und ihre Wirkung auf den Betrachter.

Pure Lebensfreude. H. musste sehr oft in die Luft springen, bis E. mit dem Foto zufrieden war. 

Bei der Portraitfotografie kommt das Konzept der Tiefenschärfe zum Einsatz.

Hintergrund verschwommen – Vordergrund deutlich abgebildet.

In diesem Fall entschied sich E. bewußt für die Umkehrung: unscharfe Darstellung von H. – deutlicher Hintergrund (Parklandschaft). 

Hier zum Vergleich nochmal in Schwarz/Weiß.

Noch ein TIPP.

Verzichtet auf den digitalen Zoom. Der verursacht eine schlechtere Bildauflösung. Tretet besser näher an das Motiv heran.

Hoffentlich habt Ihr eine Anregungen erhalten. Geht raus, sucht Euch interessante Plätze mit oder ohne Freund*innen, Selbstportrait mit Selbstauslöser oder gegenseitige Ablichtung.

Viel Spaß!

Im 2. Teil der Werkstatt geht es um das Traumbild / Trugbild, die Verfremdung der Portraits mit Bildbearbeitung und/oder Requisiten.

Online Workshop für Kinder: Verfressener Wurm / Der Bücherwurm

Verfressener Wurm / Der Bücherwurm

(ab 6. Klasse, oder mit Hilfe)

Hallo liebe Buchkünstler*innen,

ich hoffe, ihr habt schon alle unsere tolle Ausstellung “BASTA!- Malerbücher und grafische Werke” von Felix Martin Furtwängler besucht, viele neue Ideen erhalten und Spaß gehabt und vielleicht sogar schon das Leporello gebastelt.

Alleine, mit Freunden oder mit der Familie – versucht euch an Teil 2 der Werkstatt:

Wir gestalten ein Buchobjekt aus alten aussortierten Büchern. Sicher findet ihr auch eines ganz hinten im Regal. Jüngere Bastler*innen wählen ein Taschenbuch, das ist nicht so schwer zu bearbeiten wie ein Hardcover. Daraus wollen wir einen Buchschnitt (Buchobjekt) zur Illustration eines Begriffs, in dem das Wort “BUCH” vorkommt, gestalten. Tagebuch, Taschenbuch, Buchstabensuppe, Bücherwurm, Buche, usw..

Ich habe mich für den frechen und verfressenen Wurm entschieden.

Hier geht es zum Workshop >>

Artikel Berliner Morgenpost: “Der Ort steht für Kontinuität”

aus Berliner Morgenpost vom 28.09.2013

“Der Ort steht für Kontinuität”

Die Galerie Pankow ist eine gute Adresse für Berliner Künstler. Kunstförderung und kulturelle Bildung sind ihre Hauptanliegen.

Die Galerie Pankow ist leicht zu übersehen. Sie ist in der ersten Etage einer Jugendstilvilla untergebracht, die wie ein Wohnhaus wirkt. “Warum soll eine Galerie nicht in einem Wohnhaus sein?” Annette Tietz (52), Galeristin und Kulturwissenschaftlerin, hat zehn Jahre lang das Brecht-Haus in Weißensee geleitet und ist jetzt für die Ausstellungen in der Galerie Pankow verantwortlich. “Galerie heißt nicht nur white cube. Eine Galerie – das sind Räume, die eine Atmosphäre haben. In denen man ausreichend Platz hat, um Kunst unterschiedlicher Sparten zu zeigen.”

Weiterlesen auf morgenpost.de >>

Kunstpädagogische Veranstaltung

Termin: jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr
Die Teilnahme ist kostenlos.
Alter: 14-16 Jahre

Gruppen können sich anmelden unter: info [at] proarc [dot] de oder direkt bei der Galerie unter galerie-pankow-buero [at] gmx [dot] de | Tel. 030 – 47 53 79 25

Die öffentliche Führung findet von 16.30 – 18.30 Uhr statt.
Es führt Sie durch die Ausstellung: Dagmar Renfranz, Kunsthistorikerin M.A.

Kreativität und Apokalypse

Neue Veranstaltungsreihe in der Galerie Pankow

Donnerstag, 25.10.2012 um 20.00 Uhr:
Marktästhetik und die „Ästhetik der Märkte“

Globalisierung: Kultur/Wirtschaft/Medien

Referent: Bernd Rosner

Klaus Killisch - Collage
Klaus Killisch, Im Zeitstrom verschollen, 2011 Collage (Detail)

Kreativität und Apokalypse
Statements und Gespräche über das Menschenbild heute

In einer Reihe von sechs Vorträgen soll versucht werden, einige nicht unwesentliche Zustände und Problematiken der Zeit zu benennen und aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zu betrachten. Als übergreifendes Thema gilt dabei die akut gewordene Spannung zwischen dem Welt veränderndem Dasein des Menschen, dem Hervorbringen einer eigenen kulturell-technischen Welt und den Folgen dieses Tuns für die gegebene Welt einer äußeren und auch inneren – der eigenen – Natur. Es umfasst alles das, was wir heute als krisenhaftes Geschehen in den verschiedensten Bereichen von Gesellschaft und Umwelt im globalen Maßstab – von der Finanz- und Wirtschaftskrise bis zum Klimawandel erleben und beobachten können.

Der Zusammenhang von Kreativität, Wirtschaftswachstum, Beschleunigungen und Verdichtungen und jenem krisenhaften Geschehen mit  oft katastrophischem Ausmaß wird dabei immer deutlicher und führt angesichts von Überforderungen und Sinnverlusten – nicht nur in der westlichen Welt – zu neuen und dringlichen Fragestellungen. Anhand aktueller Erkenntnisstände verschiedener Wissensgebiete – Natur- und Sozialwissenschaften, Philosophie und Kunst – werden Angebote zur Bewusstmachung komplexer Zusammenhänge unterbreitet und zur Diskussion gestellt.

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“Fläche, Linie und Gerade” • kunstpädagogische Veranstaltung

Dieter Goltzsche nutzt das Papier als Experimentierraum. Welche Künstler haben ihn inspiriert, welche Techniken verwendet er und warum zeichnet er?


Abstrakt, 1997, Acryl auf Leinwand, 60 x 50 cm

Kunstpädagogische Veranstaltung
Termin: ab 13.09.12 jeden Donnerstag von 14 bis 16 Uhr

Die Teilnahme ist kostenlos.
Alter: 14-16 Jahre Weiterlesen