Golden Notebooks | Frauen in Kunst und Kunstgeschichte
Eröffnung am Dienstag, 11. November 2025, 19 Uhr
Ausstellung vom 12. November 2025 bis 25. Januar 2026
Die Ausstellung „Golden Notebooks. Frauen in Kunst und Kunstgeschichte“, deren Titel von einem Werk der Schriftstellerin Doris Lessing inspiriert ist, setzt Arbeiten von internationalen Künstlerinnen mit kunsthistorischen Lesarten zur Genderkritik ins Verhältnis.
Ausgangspunkt für die Ausstellung ist die erste Kunsthistorikerinnentagung in der DDR, die im November 1989 stattfand und danach aus dem Diskurs feministischer Kunstgeschichtsschreibung weitgehend ausgeblendet wurde. Die dort diskutierten Fragestellungen zu Korrespondenzen und Differenzen von Lesarten feministischer Kunst sowie deren Voraussetzungen, Interessen und Perspektiven berühren grundsätzliche Fragestellungen genderkritischer Kunstgeschichte.
Arbeiten von internationalen Künstlerinnen und Künstler:innen-Paaren unterschiedlicher Generationen und Wirkungskreise werden nun in der Ausstellung mit einer Neu-Lektüre von Themen der frühen Frauenkunstgeschichte verbunden und durch Videointerviews mit damaligen Protagonistinnen ergänzt. Sie machen einmal mehr deutlich, dass es kein einheitliches Verständnis feministischen Denkens, weder im Osten noch im Westen, gab bzw. gibt. Es existieren jedoch durch Erfahrungen geformte Projektionen, die es nachträglich zu überprüfen gilt. Die Ausstellung ist gleichzeitig ein Plädoyer für mehr Sichtbarkeit für die Kunst von Frauen, die nach wie vor nicht selbstverständlich ist.
Mit Werken von Anni Albers, Josef Albers, Manuela Ballester, Lynda Benglis, Marie-Guillemine Benoist, Sibylle Bergemann, Lis Bertram-Ehmsen, Lina Bo Bardi, Christa Böhme, Lygia Clark, Kate Diehn-Bitt, Heinrich Ehmsen, VALIE EXPORT, Valérie Favre, Gego, Gertrud Grunow, Birgit Hein, Dörte Helm, Hannah Höch, Käthe Kollwitz, Fine Kwiatkowski, Katalin Ladik, Elena Liessner- Blomberg, Ute Mahler, Ingeborg Meyer-Rey, Nnenna Onuoha, Ann Oren, Andrea Pichl, Germaine Richier, Karin Sander, Cornelia Schleime, Gundula Schulze Eldowy, Gabriele Stötzer, Jenny Wiegmann-Mucchi und Ruth Wolf-Rehfeldt
Mit Videointerviews mit den Kunsthistorikerinnen Annette Dorgerloh, Ada Raev, Angelika Richter, Sigrid Schade, Silke Wenk und Gabriele Werner
Kuratorinnen der Ausstellung: Angela Lammert und Annette Tietz
Die Realisierung des Projektes wird aus Mitteln des „Hauptstadtkulturfonds“ und des Bezirkskulturfonds ermöglicht.