Henkel: Römische Wand

Friedrich B. Henkel – Tektonik der Stille | Dimensionen der Collage

Friedrich B. Henkel – Tektonik der Stille |
Dimensionen der Collage


Eröffnung am Dienstag, 10. Februar 2026, 19 Uhr
Es sprechen:
Annette Tietz, Leiterin der Galerie Pankow
Anita Kühnel, Kunsthistorikerin, Berlin

Ausstellung vom 11. Februar bis 22. März 2026

Friedrich B. Henkels vielseitiges Werk ist von Anregungen, Entdeckungen und Materialien seiner ausgedehnten Reisen – etwa nach Georgien, Italien, Kappadokien, die Kykladen, Rom oder Bornholm – oder zentralen Orten seiner Biografie – die Rhön, der Barnim – geprägt. Gesehenes, insbesondere Gestein wird zum wiederkehrenden Motiv in seinem plastischen Werk ebenso wie in seinen Zeichnungen und Collagen. Landschaften und Architekturen werden abstrahiert und verdichtet zu Zeichen, Fläche, Textur, Figur – zur „Landschaftsfigur“. Friedrich B. Henkel bleibt dabei nah an den Quellen und geht zugleich mit Präzision und Klarheit darüber hinaus, indem er organisches Material im Dialog mit architektonischen Phänomenen zu etwas ganz Eigenständigem weiterentwickelt.

In der Galerie Pankow stehen erstmalig seine Collagen aus den Jahren von 1967 bis 2025 im Zentrum der Ausstellung. Im Dialog mit ausgewählten Skulpturen schaffen die vielschichtigen Experimente auf Papier neue Zugänge zu dem Gesamtwerk Henkels, der 2026 auf neunzig Jahre Leben und Schaffen zurückschauen kann.

Friedrich B. Henkel, 1936 in Zella in der Rhön geboren, studierte nach einer Lehre zum Holzbildhauer von 1953 bis 1956 Plastik an der Fachschule für angewandte Kunst Leipzig und von 1956 bis 1958 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Theo Balden und Waldemar Grzimek. Von 1966 bis 1969 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste in Berlin. 1969 folgte eine Assistenz an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, von 1978 bis 1980 hatte er dort einen Lehrauftrag für Plastik inne. Ab 1970 war Henkel freischaffend als Bildhauer und Grafiker in Berlin tätig. Für sein Werk wurde er u. a. mit dem Will-Lammert-Preis (1971), dem Kunstpreis der DDR (1976) und dem Brandenburgischen Kunstpreis (2007, 2008, 2013) ausgezeichnet. Viele seiner Arbeiten befinden sich in Museumssammlungen und im öffentlichen Raum. Henkel lebt und arbeitet in Bernau bei Berlin.

Friedrich B. Henkel, Römische Wand, 1981, Collage, 24 x 19 cm

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